Schmierentheater auf der BüchnerBühne

Boulevardkomödie „Der Raub der Sabinerinnen“ am 17. März wieder auf dem Spielplan

Szene aus „Der Raub der Sabinerinnen“ mit (v.l.) Sandra Fleckenstein, Alexander Valerius und Karsten Leschke
Szene aus „Der Raub der Sabinerinnen“ mit (v.l.) Sandra Fleckenstein, Alexander Valerius und Karsten Leschke

Die feine Kunst der Selbstironie pflegte die BüchnerBühne auch schon im Advent 2016. Damals stand das bekannte Boulevardstück „Der Raub der Sabinerinnen“ um eine Schauspieltruppe rund um den sächsischen Theaterleiter Emanuel Striese erstmals auf dem Spielplan und bescherte dem professionellen Theater in Riedstadt mehrere ausverkaufte Vorstellungen. Jetzt ist die Komödie noch einmal zu erleben. Für die Vorstellung am Samstag, 17. März um 19:30 Uhr gibt es derzeit noch Karten im Vorverkauf. Das gemütliche Foyercafé als Zuschauertreffpunkt ist bereits ab 18:30 Uhr geöffnet.  

Das Stück, 1883 von den Brüdern Franz und Paul Schönthan verfasst, nimmt Bezug auf die gleichnamige Sage aus der altrömischen Mythologie. Erzählt wird die Geschichte des Gymnasialprofessors Gollwitz (Karsten Leschke), der als Student ein Theaterstück geschrieben hat – eine Jugendsünde, wie er es nennt: Die Tragödie „Der Raub der Sabinerinnen“. Der Direktor eines durchziehenden Wandertheaters, Emanuel Striese (Christian Suhr), der mit zahlreichen Problemen im Ensemble zu kämpfen hat und auch wirtschaftlich nicht gut gestellt ist, erfährt davon und will es uraufführen.  

Er kann Gollwitz dazu überreden, der allerdings nur unter der Bedingung zustimmt, dass er, um sich eine mögliche Blamage zu ersparen, nicht genannt wird und auch seine Frau nichts davon erfährt. Aber natürlich kommt die Gattin vorzeitig aus ihrem Kuraufenthalt zurück, und es läuft alles völlig anders als geplant.  

Die Aufführung droht zu einem Desaster zu werden, und die ganze Familie ist bald völlig zerstritten, doch dank einer rettenden Idee von Frau Striese (Mélanie Linzer) wendet sich doch noch alles zum Guten – wenn auch nicht so, wie sich der Professor das gedacht hätte.  

Bekannt wurde der Schwank über Freuden und Nöte des Theaterlebens insbesondere durch eine Verfilmung von Regisseur Kurt Hoffmann aus dem Jahr 1954 mit Gustav Knuth und Paul Hörbiger in den Hauptrollen.  

Eintrittskarten sind im Vorverkauf über den Online-Ticketshop der Homepage (www.buechnerbuehne.de), bei Reservix oder direkt im Theater (dienstags und freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr) erhältlich. Zusätzlich sind die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsames in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F örtliche Vorverkaufsstellen des Veranstalters.