Sanierung der Ortsdurchfahrt Leeheim

Ab 2022 wird Hauptstraße/Geinsheimer Straße grundhaft saniert sowie Kanalisation erneuert und vergrößert

Die Hauptstraße in Riedstadt-Leeheim soll ab 2022 grundhaft saniert und die Kanalisation erneuert werden.
Die Hauptstraße in Riedstadt-Leeheim soll ab 2022 grundhaft saniert und die Kanalisation erneuert werden.

Unten pfui und oben pfui: Hauptstraße und Geinsheimer Straße in Riedstadt-Leeheim sind bekanntermaßen seit langem in einem katastrophalen Zustand. Das betrifft sowohl die veraltete Kanalisation tief unter der Erde als auch die Fahrbahn auf der Ortsdurchfahrt nach Geinsheim sowie B44 und Wolfskehlen, die als Landesstraße in der baulichen Verantwortung des Landes Hessen liegt.  

Nach langen Jahren beharrlichen Bohrens, einiger frustrierender Rückschläge, vieler Schreiben der Stadtverwaltung und auch der Unterstützung durch Politiker gibt es endlich positive Nachrichten: Hessen Mobil hat nun den Beginn einer umfassenden Straßensanierung der L 3096 in Länge der gesamten Ortsdurchfahrt Leeheim für das Jahr 2022 angekündigt. Um Kosten für alle Beteiligten zu sparen, werden im Zuge dieser Maßnahme auch die Kanalisation erneuert und vergrößert, die Gehwege, Parkmöglichkeiten und Bushaltestellen neu gestaltet sowie eine neue Querungshilfe am Ortseingang Richtung Wolfskehlen gebaut. Auch über eine sichere Führung von Radfahrern durch den Stadtteil soll nachgedacht werden, erklärt Stadtwerkeleiterin Saskia Kirsch. „Das wird ein Riesenprojekt, das ziehen wir nicht in einem Jahr durch.  Vom Umfang her ist es etwa das Vierfache der Erfelder Straße.“ Alleine für die Planung rechnet sie mit etwa einem Jahr.  

Denn es wird ein Projekt der Superlative: Der Kanal wird auf einer Länge von 1,3 Kilometern erneuert und vergrößert, hinzukommen noch einmal insgesamt 1,4 Kilometer Hausanschlüsse. Alleine die zu erneuernde Fahrbahn wird auf 9.000 Quadratmeter veranschlagt. Insgesamt wird eine Oberfläche von 17.000 Quadratmeter neu gemacht, berichtet Kirsch. Im Zuge der Umgestaltung sollen auch sechs Bushaltestellen an der Strecke behindertengerecht umgebaut und die Situation für Fußgänger und Parker verbessert werden. „Natürlich werden diese umfassenden Bauarbeiten für die Anwohner eine große Belastung. Aber es wäre auch niemanden damit gedient, einfach nur die Fahrbahndecke zu erneuern“, erklärt die Stadtwerkeleiterin.  

Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, hatte die Stadt mit der dringend notwendigen Sanierung des Kanals auf die in Aussicht gestellte Sanierung der Landesstraße gewartet – und wurde auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Denn bereits im Jahr 2010 hatten die Stadtwerke eindringlich gegenüber dem Land auf die Überlastung der aus den sechziger Jahren stammenden Kanalisation hingewiesen und eine gemeinsame Straßen- und Kanalsanierung vorgeschlagen. Nachdem vier Jahre später auf eine Sanierungsoffensive des Landes verwiesen wurde, war die Enttäuschung bei der Stadt groß, als die Maßnahme 2015 nicht in die Straßen-Sanierungsoffensive des Landes Hessen 2016 – 2022 aufgenommen wurde.  

Nun soll es also im Jahr 2022 losgehen. Auch wenn die genaue Planung noch nicht feststeht ist eines jetzt schon klar: Begonnen werden die Bauarbeiten an der Einmündung Feldstraße. „Dort ist der tiefste Punkt des Kanals, deswegen müssen wir dort anfangen“, so Kirsch.  Nach einer sehr groben ersten Schätzung rechnet Kirsch mit 13 Millionen Euro Nettobaukosten für die gesamte Maßnahme. Den größten Anteil davon müssen die Stadtwerke mit ungefähr 7,5 Millionen Euro übernehmen. Den übrigen Teil der Fahrbahnerneuerung übernimmt das Land und nur für einen Anteil der Gehwege werden die Leeheimer Bürger über die wiederkehrenden Straßenbeiträge zur Kasse gebeten.