Sachbeschädigung des Blitz-Anhängers

Bürgermeister Marcus Kretschmann setzt 500 Euro Belohnung aus

Von Meinungsfreiheit nicht gedeckt: Sachbeschädigung des Blitz-Anhängers in der Friedrich-Ebert-Straße in Crumstadt
Von Meinungsfreiheit nicht gedeckt: Sachbeschädigung des Blitz-Anhängers in der Friedrich-Ebert-Straße in Crumstadt

Die Anschaffung eines neuen Blitzgerätes bei der Kommunalpolizei (wir haben berichtet) hat die Diskussion um die Verkehrssicherheit einerseits und angebliche „Abzocke der Stadt“ andererseits neu entfacht. „Die Meinungsfreiheit ist dabei das eine – Sachbeschädigung das andere!“, so Bürgermeister Marcus Kretschmann, der sich darüber aufregt, dass jemand in der Nacht zum Samstag, 20. Juli die Geschwindigkeitsmessanlage mit Farbe besprüht hat und so versucht, sie unbrauchbar zu machen.  

Nach einem größeren Vorfall an der Großsporthalle und Grillhütte in Erfelden (wir haben berichtet) ist dies innerhalb kurzer Zeit ein weiterer Fall von blindem Vandalismus zulasten der Allgemeinheit. Der Bürgermeister nimmt die Häufung dieser Sachbeschädigungen zum Anlass, eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise auszusetzen, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen. Wer sachdienliche Hinweise abgeben will, kann sich unter der Telefonnummer 06158 181-361 im Rathaus melden.  

Zur Versachlichung der Diskussion um die Standorte des Blitz-Anhängers erläutert Kretschmann: Die Friedrich-Ebert-Straße ist mit Tempo 30 markiert. Sie wurde mit Absicht gewählt und ist – wie zwölf weitere Orte innerhalb der Stadt – mit der Polizei abgestimmt. Die Überwachung der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Hauptverkehrsstraße Crumstadts soll insbesondere die schwächsten Verkehrsteilnehmer schützen. Die Straße wird stark von Radfahrern und Fußgängern genutzt. Sie führt im Übrigen zur Crumstädter Grundschule und den beiden Kindertagesstätten. Außerdem ist im ehemaligen Spar-Einkaufsmarkt in der Friedrich-Ebert-Straße 19 die private Kinderkrippe „Das Nest“ untergebracht.