Revolutionäres Ehepaar

Veranstaltungsreihe „Zeitgenossen“ stellt Caroline und Wilhelm Schulz vor

Wilhelm Schulz um 1820 – Bleistiftzeichnung eines unbekannten Künstlers
Wilhelm Schulz um 1820 – Bleistiftzeichnung eines unbekannten Künstlers

In der Veranstaltungsreihe „Zeitgenossen“ des Büchnerhauses referiert am Donnerstag, 27. Juni um 18:30 Uhr in der Kunstgalerie am Büchnerhaus (Weidstraße 9, Riedstadt-Goddelau) Prof. Dr. Stefan Howald aus Zürich über das Ehepaar Caroline und Wilhelm Schulz. Die beiden waren eng mit Georg Büchner in seinen letzten Lebensmonaten im Züricher Exil befreundet, wohnten Tür an Tür mit ihm und kümmerten sich bis zu seinem Todestag um den schwer erkrankten 23jährigen.  

Caroline Schulz hatte ihren Mann aus strenger Festungshaft befreit, zu der er „wegen fortgesetzten Versuchs des Verbrechens einer gewaltsamen Veränderung der Staatsverfassung“ verurteilt worden war und war mit ihm in die Schweiz geflohen. Anfang 1847 starb Caroline Schulz nach schwerer Krankheit. 1848 ging Wilhelm Schulz zurück nach Deutschland, wo er Abgeordneter der Paulskirchenversammlung wird. Nach dem Scheitern der Revolution von 1848 floh er erneut in die Schweiz.  

Zürich war Zufluchtsort zahlreicher deutscher Republikaner. Einige von ihnen, die Büchner ebenfalls kannte, wird Howald vorstellen. Außerdem gibt es einen Exkurs über den Drucker des „Hessischen Landboten“, Karl Preller, der später Gastwirt in Zürich wurde.  

Die Veranstaltungsreihe „Zeitgenossen“ findet mit freundlicher Unterstützung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung statt. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Weitere Informationen gibt es beim Leiter des Büchnerhauses, Peter Brunner, unter Telefon 06158 4621, E-Mail: buechnerhaus(at)riedstadt.de.

Das Foto stammt von wikipedia.org