„Never-Ending Story“ mit Inexio

Firma Inexio lässt sich nicht auf einen Fertigstellungstermin festlegen

„Schnelles Internet“ kommt in Erfelden und Crumstadt nur im Schneckentempo voran
„Schnelles Internet“ kommt in Erfelden und Crumstadt nur im Schneckentempo voran

Bei der Stadtverwaltung laufen weiterhin viele Nachfragen und Beschwerden zum Thema „schnelles Internet“ in Erfelden und Crumstadt auf. Für diese beiden Riedstädter Stadtteile hat die saarländische Firma Inexio seinerzeit den Auftrag für den Breitbandausbau durch die Bundesnetzagentur erhalten.  

Mit der Stadt Riedstadt besteht seit 1. März 2016 lediglich ein Kooperationsvertrag, der dem Unternehmen die Unterstützung der Stadt bei den erforderlichen Baumaßnahmen und der nötigen Öffentlichkeitsarbeit zusagt. Die Stadt ist also weder Auftraggeber noch Bezahlerin der anfallenden Kosten. „Nach fast drei Jahren entwickelt sich das Thema leider längst zu einer „Never-Ending story“, so Bürgermeister Marcus Kretschmann.  

Die Bauarbeiten starteten bereits mit Verzögerung. Damals wurde durch Inexio eine Fertigstellung im März 2017 angekündigt. Seit nunmehr bald zwei Jahren meldet Inexio immer weitere Pannen und Verzögerungen. „Bürger und potentielle Kunden von Inexio lassen ihren Ärger darüber bei der Stadt ab, obwohl uns dafür keine Verantwortung trifft oder wir Einfluss darauf nehmen könnten“, erläutert der Rathauschef. Die Stadt versuchte in der Vergangenheit – auch entsprechend des Kooperationsvertrages – die Firma zumindest dazu zu bewegen, über die Verschiebungen des Fertigstellungstermins zu informieren. Auf der städtischen Homepage ist auf einer Sonderseite „Schnelles Internet“ in der Rubrik „Wirtschaft“ eine Chronologie dieser Verzögerungen nachzulesen. (https://www.riedstadt.de/wirtschaft/ schnelles-internet.html)  

Nun lässt sich das Unternehmen gar nicht mehr auf eine definitive Aussage ein: Auf die konkrete telefonische Nachfrage wurde mitgeteilt, dass derzeit noch „letzte Bauarbeiten“ liefen, für die etwa drei Wochen kalkuliert seien. Anschließend müsse die Glasfaser mit dem „Backbone“ verknüpft werden. Erst durch diese Kopplung wird die Glasfaser an die überregionale Datenautobahn angeschlossen. Da hierfür eine weitere Firma („Infrastrukturpartner“) einbezogen werden muss, will man sich bei Inexio derzeit nicht auf einen Termin festlegen lassen. Angesichts der schlechten Erfahrungen mit Vorhersagen und Ankündigungen vielleicht eine durchaus verständliche Reaktion. Der Firmensprecher versicherte jedoch die gemeinsame Zielsetzung mit der Stadt, das Projekt nun endlich zum Abschluss bringen zu wollen. Für die Erfelder und Crumstädter Internetnutzer heißt das leider weiter: Geduld haben!

Das Foto oben stammt von Aka / pixelio.de.