Monolog eines Getriebenen

Büchners Dramenfragment „Woyzeck“ als Theatersolo von und mit BüchnerBühnenleiter Christian Suhr

Christian Suhr in der Rolle als Woyzeck
Christian Suhr in der Rolle als Woyzeck

Georg Büchners „Woyzeck“ zählt zu den meistgespielten und einflussreichsten Theaterstücken der deutschen Literatur. Kein Wunder, dass das Dramenfragment die erste Inszenierung der 2008 im Geburtsort Georg Büchners gegründeten BüchnerBühne war. Nun ist das furiose Theatersolo von und mit Theaterleiter Christian Suhr am Freitag, 8. November, um 19:30 Uhr mal wieder in dem Theater in der Kirchstraße 16 in Riedstadt-Leeheim zu sehen.  

Das Drama beginnt, wo andere Inszenierungen enden: Der einfache Soldat Franz Woyzeck hat im Wahn seine geliebte Marie getötet. Nach der Tat sitzt er einsam im Irgendwo - und ist doch nicht alleine. Im Gespräch mit all den Gespenstern, die ihn bedrängt und manipuliert haben, wird er zur multiplen Persönlichkeit. Woyzeck ist der herablassend babbelnde Doktor, der ihn mit seinen Erbsen-Experimenten quält, ebenso wie der arrogante Hauptmann oder der aufgeblasene Tambourmajor. In einer Welt, deren Gesetzmäßigkeiten er nicht versteht, wird Woyzeck zu einem Getriebenen und verliert sich schließlich im Wahnsinn.  

Eintrittskarten für das etwa 50-minütige Theatersolo sind für 15 Euro (ermäßigt 12 Euro) im Vorverkauf über den Online-Ticketshop der Homepage (www.buechnerbuehne.de) erhältlich. Außerdem sind Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen über Reservix zu bekommen. In der Region stehen dafür auch die beiden Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim (Magdalenenstraße 55) oder Faktotum in Wolfskehlen (Marie-Curie-Straße 4, Gewerbegebiet) zur Verfügung.

Das Foto wurde uns freundlicherweise von Jochen Melchior zur Verfügung gestellt.