Mit Schildern Stufen überwinden

Kostenlose Aufkleber von Stadt und VdK für Geschäfte und Arztpraxen für ein barrierefreies Riedstadt

Behinderte erleben viele Hürden im Alltag
Behinderte erleben viele Hürden im Alltag

Eine Anregung aus einem Treffen Bürgermeister Marcus Kretschmanns und der städtischen Behindertenbeauftragten Marina Wohner mit den Ortsverbandsvorständen des Sozialverbandes VdK nimmt jetzt konkrete Formen an: Riedstädter Geschäfte können bei der Büchnerstadt Riedstadt kostenlos einen Aufkleber oder ein Plakat bestellen, auf dem mobilitätseingeschränkte Menschen darauf hingewiesen werden, dass und wie sie Hilfe bekommen, um in das betreffende Geschäft zu kommen. Auf Anregung von Wohner wurden auch Riedstädter Ärzte hinzugenommen.  

Denn viele Geschäfte, Bankfilialen oder auch Praxen in den alten Ortskernen können nur über Stufen erreicht werden. Die Behindertenbeauftragte hatte aber schon mit ihrer Initiative „Barrierefreies Riedstadt“ erlebt, dass viele Geschäftsinhaber gerne bereit sind, zum Beispiel durch ein entsprechendes Signal vor die Tür zu kommen. Auf diesen Service können nun Geschäfte und Praxen durch den Aufkleber mit dem Logo der Büchnerstadt und des VdK sowie dem Schriftzug „Barrierefreies Riedstadt“ hinweisen.  

„Der Text in der Mitte kann ganz individuell gestaltet werden“, erklärt Andrea Kliegl vom Sozial- und Integrationsbüro, die die Aktion im Riedstädter Rathaus koordiniert. „Im Hof gibt es einen barrierefreien Zugang“, soll zum Beispiel auf dem Schild eines Blumenladens stehen, der neben dem Haupteingang mit Stufen über einen zweiten, barrierefreien Zugang verfügt.  Möglich ist auch ein Aufkleber mit der Aufschrift „Wir sind barrierefrei. Sie sind herzlich willkommen.“ Denn wichtig ist allen Beteiligten, generell das Bewusstsein für Barrieren und deren Überwindung zu schärfen.  

In einer ersten Runde hat Kliegl Geschäfte und Praxen in Riedstadt kontaktiert und ist zurzeit mit der konkreten Gestaltung der individuellen Aufkleber oder Plakate beschäftigt. „Nachmeldungen sind aber jederzeit möglich“, betont die Leiterin des Sozial- und Integrationsbüros. Telefonisch ist Andrea Kliegl unter der Nummer 06158-181-413 und unter der E-Mailadresse a.kliegl(at)riedstadt.de zu erreichen.  

Das Foto stammt von www.dasdenkeichduesseldorf.wordpress.com / pixelio.de