Mit Holz richtig heizen

Umweltamt der Stadt informiert und empfiehlt Energieberatung

Das Heizen mit Holz wird immer attraktiver
Das Heizen mit Holz wird immer attraktiver

Aufgrund steigender Energiekosten gehen immer mehr Menschen dazu über mit Holz zu heizen. Um Beschwerden in der Nachbarschaft zu vermeiden, die sich von dem Qualm belästigt fühlen, sind einige Dinge zu beachten, teilt die Riedstädter Fachgruppe Umwelt mit.  

Einmal ist in der Ersten Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) gesetzlich geregelt, welche festen Brennstoffe für Heizzwecke verbrannt werden dürfen. Die für Privathaushalte gültige Verordnung besagt unter anderem, dass zum Anheizen nur dünnes Holz sowie Papier und Pappe benutzt werden soll und für ausreichende Luftzufuhr bei der Verbrennung zu sorgen ist. Außerdem dürfen nur lufttrockenes, naturbelassenes, in Stücke zerteiltes Holz, Holzbriketts oder Holzpellets und andere Presslinge aus naturbelassenem Holz sowie Steinkohle- und Braunkohleprodukte verwendet werden.  

Papier und Pappe ist nur zum Anzünden zulässig. In jedem Fall dürfen Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe nur mit den Brennstoffen betrieben werden, für deren Einsatz sie nach den Angaben des Herstellers geeignet und zugelassen sind.  

Auf keinen Fall dürfen zur Feuerung privater Öfen lackiertes oder beschichtetes Holz, Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten und mit Holzschutzmittel behandeltes Holz sowie Abfälle jeder Art eingesetzt werden. Eine illegale Abfallentsorgung über den Schornstein stellt durch die entstehenden hochgiftigen Abgase eine ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung und Geruchsbelästigung dar, die geahndet und mit erheblichen Geldbußen bestraft wird. Offene Kamine dürfen nur gelegentlich und dann nur mit trockenem Scheitholz betrieben werden. Weiterhin ist laut Umweltamt zu beachten, dass nur trockenes Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 20 % geheizt werden darf.  

Laut der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen dürfen Kamin- und Kachelöfen, die bis 1984 installiert wurden, nur noch mit Holz beschickt werden, wenn eine Bescheinigung des Herstellers oder Schornsteinfegers nachweist, dass die Anlage die Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid einhält.  

Eine detaillierte Beratung zum Thema Heizen mit Holz und möglichen Zuschüssen für Heizanlagen sowie zu allen anderen Energiethemen bietet die Anbieter unabhängige Energieberatung der Fachgruppe Umwelt zusammen mit der Verbraucherzentrale Hessen an. Die Beratungstermine werden jeweils am ersten Donnerstag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr im Rathaus in Goddelau angeboten und nur nach Terminvereinbarung organisiert. Ansprechpartner hierfür ist Hans-Jürgen Unger, Telefon 06158 181-320, E-Mail energieberatung(at)riedstadt.de.      

Das Foto stammt von Lupo / pixelio.de.