Erreichbarkeit der Stadtverwaltung

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Menschenwürdige Unterbringung

Erster Spatenstich für Notunterkunft in Leeheim

Zum Spaten griffen Erster Stadtrat Ottmar Eberling, Melanie Stahlecker, Architektin Franziska Swoboda, Bürgermeister Marcus Kretschmann, Andrea Kliegl, Joachim Götz und Georgios Pantazopoulos (v. li. nach re.)
Fotos: haza-foto.com

  Viele Stadtverordnete und Magistratsmitglieder waren am Montagvormittag in den Bensheimer Weg gekommen, um beim Ersten Spatenstich für die neue Notunterkunft in Leeheim dabei zu sein. Das freute Bürgermeister Marcus Kretschmann, der betonte: „Ich bin sehr froh, dass die Politik den Weg dafür frei gemacht hat.“  

Die Kommunen sind rechtlich verpflichtet, obdachlosen Menschen, die das wünschen, eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Steht kein ausreichender Platz zur Verfügung, bleibt als letzter Schritt nur die Unterbringung in einer Pension oder Ähnlichem. Doch es gibt auch andere Vorstellungen, wie der Bürgermeister berichtet: „Da hat mir ein Richter mal gesagt: ‚stellen Sie doch ein Zelt in den Garten.“ Das zeige den enormen Wohnungsdruck im Rhein-Main-Gebiet und er wisse, dass Andrea Kliegl, Leiterin des Sozial- und Integrationsbüros, händeringend auf den Neubau warte. Ein Neubau, der eine menschenwürdige Unterbringung ermögliche.  

Entstehen wird die Notunterkunft vor der alten Unterkunft, deren Kapazität schon lange nicht mehr ausreicht und neben dem Gebäude, das der Kreis Groß-Gerau für Flüchtlinge gebaut hat, die auf ihre Anerkennung warten. Bürgermeister Kretschmann erinnerte daran, dass für anerkannte Flüchtlinge nicht mehr der Kreis, sondern die Kommune zuständig ist. „Es ist eine große Aufgabe für unser Sozial- und Integrationsbüro, diese Menschen an die Hand zu nehmen und bei der Wohnungssuche zu unterstützen.“  

Zum Spaten griffen neben dem Bürgermeister auch Erster Stadtrat Ottmar Eberling, die Vorsitzende des Sozial- Kultur- und Sportausschusses Melanie Stahlecker, Architektin Franziska Swoboda von Gehlhaar Architektur aus Darmstadt, der Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Umweltplanung Joachim Götz, Georgios Pantazopoulos von der Fachgruppe Bauunterhaltung sowie Andrea Kliegl, Leiterin des Sozial- und Integrationsbüros.  

In dem eingeschossigen Bau mit einer Nutzfläche von 263 Quadratmetern entstehen sechs Zimmer für drei Personen und ein Ein-Personenzimmer. Die Konstruktion der zukünftigen Notunterkunft ist auch für eine eventuell spätere Aufstockung konzipiert.Ende des Jahres soll die Notunterkunft fertiggestellt sein,  die Baukosten belaufen sich auf rund 990 000 Euro.