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Lebensrettende Behälter

Bei Beratungsstelle für ältere Menschen Riedstadt und Stockstadt gibt es Notfalldosen und Wichtigmappen

Stefanie Drozdzynski und Bürgermeister Marcus Kretschmann mit Notfalldosen und Wichtigmappen.

Notfalldosen können Leben retten: Kommen Rettungskräfte nach einem Notruf in eine Wohnung und sehen an der Innenseite der Wohnungstür und dem Kühlschrank den Aufkleber „Notfalldose“ wissen sie sofort, dass alle relevanten Informationen in einer Dose in der Kühlschranktür aufbewahrt werden. „Und bitte auch wirklich in der Tür und nicht versteckt hinter der Marmelade. So ist sichergestellt, dass keine wertvolle Zeit mit der Suche nach wichtigen Auskünften verloren geht“, erklärt Stefanie Drozdzynski, Leiterin der Beratungsstelle für ältere Menschen Riedstadt und Stockstadt.  

Die Büchnerstadt Riedstadt hat solche Notfalldosen angeschafft und gibt sie über die Beratungsstelle ab, die ihren Sitz bei der der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt hat. Die lebensrettenden Dosen gibt es schon länger und sind allen Rettungsdiensten bestens bekannt, in der Bevölkerung ist das Wissen um sie allerdings noch nicht so verbreitet. Das will die Stadt mit dieser Aktion ändern. „In meiner Zeit als Streifenpolizist habe ich bei Einsätzen selber erlebt, wie gut dieses System funktioniert“, berichtet Bürgermeister Marcus Kretschmann.  

Die Notfalldosen enthalten ein Formular in DIN-A4-Format, in das alle wichtigen Informationen wie Blutgruppe, Vorerkrankungen, Allergien oder Unverträglichkeiten, Telefonnummern der Hausarztpraxis und von Kontaktpersonen eingetragen werden können und das auch ein Feld für ein Foto enthält, falls mehrere Personen im Haushalt leben, sodass die Informationen sofort richtig zugeordnet werden. Auch der Hinweis, wo eine Patientenverfügung liegt, kann notiert werden. „Eine Patientenverfügung nützt mir nichts, wenn sie in irgendeinem Schränkchen liegt und keiner weiß, wo“, verdeutlicht Drozdzynski. Außerdem ist in der Dose genügend Platz für wichtige Medikamente und die Kopie des Medikamentenplans.  

Die Beratungsstelle gibt nach telefonischer Anmeldung die Notfalldosen gemeinsam mit der sogenannten „Wichtig-Mappe“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ab. In der ausführlichen Mappe können verschiedenste Dinge dokumentiert werden, über Versicherungen, bestehende Verträge, eine Dokumentencheckliste „Finanzen“ und eine für Fahrzeuge, Verfügungen und Vollmachten bis hin zu persönlichen Vorlieben und Wünschen im Todesfall.  

Die Leiterin der Beratungsstelle weiß, wie wichtig es ist, sich mit solchen Dingen zu beschäftigten und sie zu regeln, auch wenn sie als unangenehm empfunden werden. „Viele kommen, weil es einen Anlass gab“, erzählt sie. Da wurde im Freundes- und Familienkreis erlebt, wie hilflos Angehörige sind, wenn sie die Wünsche Betroffener nicht kennen, oder wichtige Informationen nicht finden können – eine belastende Situation für alle Beteiligten.  

Drozdzynski und ihr Team beraten kostenlos und vertraulich auch zu Themen wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung und kommen dafür gerne auch zuhause vorbei. Nähere Informationen gibt es bei der Beratungsstelle für ältere Menschen unter 06158 82257310, oder unter der Mobilnummer 0160 94873618 , E-Mail info(at)beratungsstelle-riedstadt.de