Kontrolle von 5.000 städtischen Bäumen

Verkehrssicherungspflicht verursacht hohen Aufwand

Der Baum mit „Nummernschild“ belegt die Kartierung
Der Baum mit „Nummernschild“ belegt die Kartierung

In Riedstadt gibt es innerorts und entlang von Straßen und Wegen etwa 5.000 städtische Bäume. Diese Bäume müssen regelmäßig auf Ihre Verkehrssicherheit überprüft werden. Die Stadt als Eigentümerin dieser Bäume muss nachweisen, dass von den Bäumen keine erkennbare Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Aus diesem Grund führt Riedstadt seit dem Jahr 2009 ein Baumkataster. Dieses enthält neben der kartografisch erfassten Lage der Bäume viele weitere Sachinformationen wie die Baumart, die Größe des Baums, seine Standortbedingungen oder eventuell vorhandene Krankheiten und Schäden.  

Die im Baumkataster erfassten Bäume werden vollständig regelmäßig jährlich kontrolliert, wobei darauf geachtet wird, die Bäume sowohl in belaubtem wie auch unbelaubtem Zustand zu sehen. Der von der Stadt Riedstadt mit der Baumkontrolle beauftragte Baumsachverständige erfasst dabei, ob von einem Baum möglicherweise Gefahren ausgehen. Die kann beispielsweise gegeben sein, wenn sich in der Krone abgestorbene Äste befinden, die abbrechen könnten, oder die Stabilität von Ästen durch Fäulnisstellen bedroht ist.  

Für jeden Baum werden die zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Verkehrssicherheit erforderlichen Maßnahmen mit einer Einstufung ihrer Priorität vermerkt. Dabei gibt es zehn Prioritätsstufen, die von „sofortigem Handlungsbedarf“ über „in einem Zeitraum von 14 Tagen“, „in vier Wochen“ bis hin zu reinen „Pflegemaßnahmen“ reichen.  

Die vom Baumsachverständigen erhobenen Daten werden dann der Stadt Riedstadt übergeben. Die Stadt wertet die Daten aus und erstellt daraus Auftragslisten, die in Abhängigkeit von der Priorität vom städtischen Bauhof oder von externen Firmen abgearbeitet werden, wenn der Bauhof die Arbeiten nicht selbst ausführen kann.  

Nach Abschluss der Pflegearbeiten, die in der Regel im Winterhalbjahr erfolgen, wird die Abarbeitung der Maßnahmen mit Ausführungsdatum und Ausführendem wiederum ins Baumkataster eingetragen. Die so aktualisierten Daten werden dann dem externen Baumsachverständigen vor seinem nächsten Kontrollgang wieder übergeben, sodass diesem die jeweils aktuellen Baumdaten zur Verfügung stehen.      

Wenn Bäume gefällt werden müssen, werden sie aus dem aktiven Kataster ins Archiv verschoben, sodass auch später noch die Historie von Bäumen bzw. Baumstandorten nachvollziehbar ist. Die Stadt Riedstadt pflanzt regelmäßig neue Bäume, die ebenfalls immer direkt ins Baumkataster neu eingegeben werden. Damit ist das Baumkataster eine stetig anwachsende Datenbasis, die der Stadt als Grundlage für die Planung und Durchführung von Baumpflege- und Baumpflanzmaßnahmen dient.  

Zuständig für die Führung und regelmäßige Pflege des Baumkatasters ist die Fachgruppe Umwelt und dort Matthias Harnisch, der gerne für Fragen und Auskünfte zur Verfügung steht. (Telefon 06158 181-322, E-Mail m.harnisch(at)riedstadt.de).

Mehr Informationen unter Leben in Riedstadt - Abfall, Energie, Umwelt Natur - Natur, Landschaft, Garten - Bäume in der Stadt.