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„KEEN Kreis Groß-Gerau“

Abschlussveranstaltung des kommunalen Energieeffizienznetzwerks - Projektbeirat zieht Bilanz nach drei Jahren

Die Goddelauer Christoph-Bär-Halle ist ein Erfolgsprojekt des kommunalen Energieeffizienznetzwerkes Kreis Groß-Gerau (KEEN)
Die Goddelauer Christoph-Bär-Halle ist ein Erfolgsprojekt des kommunalen Energieeffizienznetzwerkes Kreis Groß-Gerau (KEEN)

Die sechs Kommunen Biebesheim am Rhein, Büttelborn, Riedstadt, Rüsselsheim am Main, Stockstadt am Rhein sowie Trebur aus dem Kreis Groß-Gerau arbeiten seit April 2018 gemeinsam im „Kommunalen Energieeffizienznetzwerk KEEN Kreis Groß-Gerau“ zusammen. Ziel der Netzwerkkommunen ist es den Energieverbrauch der kommunalen Einrichtungen dauerhaft zu senken und somit ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen.

Die Arbeit im „Kommunalen Energieeffizienznetzwerk KEEN Kreis Groß-Gerau“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Sicherheit sowie von der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz, dem Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG), den Riedwerken Kreis Groß-Gerau und dem Kreis Groß-Gerau gefördert. Die Netzwerkarbeit läuft seit April 2018 und ist auf drei Jahre angelegt. Corona bedingt kam das Projekt im Frühjahr 2020 ins Stocken und wurde aus diesen Gründen im 2. Netzwerkjahr bis zum 31.10.2021 verlängert.

Die Abschlussveranstaltung des Projektbeirats fand am 29.9.2021 im Stadtteil Goddelau der Stadt Riedstadt statt. Hier kamen die Bürgermeister bzw. Beigeordneten der Netzwerk-Kommunen, als auch die jeweiligen Netzwerkbeauftragten und die Drittmittelgeber zusammen. Der Sitzungsort war mit Bedacht gewählt, denn die Christoph-Bär-Halle in Goddelau wurde im Rahmen der Netzwerkarbeit saniert. Darüber hinaus ist die Sporthalle ein gutes Beispiel für die Potenziale der Zusammenarbeit im Netzwerk.

In der Beiratssitzung wurde auch Bilanz nach Abschluss des dritten und letzten Netzwerkjahres der geförderten Netzwerkarbeit gezogen. Der Netzwerkmanager Infrastruktur & Umwelt Professor Böhm und Partner (IU), Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Gräff, gab einen Überblick über die vom Netzwerk geleistete Arbeit im dritten Netzwerkjahr. Ende des ersten Netzwerkjahrs wurden mit den Netzwerk-Kommunen Ziele und konkrete Maßnahmen vereinbart, die im Zeitraum der Netzwerkarbeit also bis Mitte 2021, erreicht bzw. umgesetzt werden sollen.

Insgesamt wurden mit den Kommunen Maßnahmen mit einem Gesamtkostenrahmen von ca. 2,1 Mio. € vereinbart, die zwischen 2019 bis 2021 umgesetzt werden sollen. Diesen Kosten stehen Kosteneinsparungen in der Größenordnung von jährlich ca. 160.000 € gegenüber. Aber nicht nur für die kommunalen Haushalte führen die Maßnahmen zu Entlastungen; es werden jährlich ca. 1,9 Mio. kWh Energie gespart und dadurch jährlich ca. 560 Tonnen CO2 weniger emittiert.

Darüber hinaus wurde vereinbart ein Energiemanagement einzuführen bzw. weiter zu optimieren. Dazu gehört der Aufbau einer systematischen Verbrauchsdatenerfassung, um die Hauptenergiefresser zu identifizieren. Einsparungen können nicht nur durch Investitionen erreicht werden, sondern ebenso durch Betriebsoptimierungen und durch ein verantwortungsvolles Nutzerverhalten. So fanden auch Schulungsveranstaltungen für Hausmeister*innen und Mitarbeiter*innen der Kitas statt. Weitere Veranstaltungen zur Einbeziehung der örtlichen Vereine musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden und sind u.a. für das dritte Netzwerkjahr vorgesehen.

Im Rahmen des Netzwerkes haben die Netzwerkkommunen auch die Gelegenheit eine energetische Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Energetische Beratung umfasst nicht nur technische Aspekte, sondern hilft auch das geeignete Förderprogramm zu finden, um die zur Verfügung stehenden Fördermittel optimal ausschöpfen zu können.

Im Anschluss an die Sitzung führte Bürgermeister Kretschmann Stadt Riedstadt die Teilnehmer durch die Christoph-Bär-Halle, als Erfolgsprojekt der Netzwerkarbeit.

Die Sporthalle und Mehrzweckhalle wird als Einfeldhalle mit Umkleiden/Duschen und weiteren Nebenräumen für sportliche Nutzung durch Vereine und die benachbarte Grundschule genutzt. Für Veranstaltungen ist die Halle mit Tribüne und Bühne ausgerüstet. An der Gebäudehülle wurden keine wesentlichen baulichen Veränderungen vorgenommen.

Im Zuge der aktuellen energetischen Sanierung wurde in der Christoph-Bär Halle in Riedstadt Goddelau:

  • die Beleuchtungsanlage zu einer LED Beleuchtungsanlage in der Halle umgerüstet
  • die Hallenheizung durch Deckenstrahlplatten erneuert
  • die Regeltechnik der Lüftungsanlage optimiert  

Folgende Maßnahmen sind in der Vorbereitung, aber noch nicht abgeschlossen:

  • die Umrüstung der Nebenräume auf LED findet sukzessive statt
  • die Umrüstung der Heizung mit einem statischer Heizkreis.
    Für die Umsetzung der Maßnahmen wurden Fördermittel in Höhe von 89.000 Euro eingesetzt. Bei Investitionskosten von 99.000 Euro ergibt dies einen Fördersatz von fast 90 %.

Bei der Feststellung der Einspareffekte sind deutliche Reduzierungen der Verbräuche in 2020 vorhanden.  Inwieweit diese alleinig auf die umgesetzten Maßnahmen zurückzuführen sind oder ein Anteil der Einsparungen durch die Corona bedingten Beschränkungen resultiert, werden die folgenden Jahre zeigen. 

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