Kaiser-Konrad-Platz als Studienobjekt

Der Kaiser-Konrad-Platz in Leeheim war in den 1990er Jahren als Quartiersplatz geplant und gebaut worden. Er sollte laut Begründung zum Bebauungsplan „Leeheim Südwest“ der Bevölkerung zum „Austausch, der Ruhe und dem Spiel“ sowie als Orientierungspunkt im Wohnquartier dienen.  

Nach mehr als 20 Jahren ist der Platz in einem wenig einladenden Zustand. Teilbereiche werden als Parkplatz genutzt, der aus Grundwasser gespeiste Brunnen musste aufgrund geänderter Anforderungen an die Wasserqualität abgeschaltet werden. Die Grünflächen sind in einem schlechten Pflegezustand, die sehr nah an die Nachbargrundstücke gepflanzten Bäume führen zu Konflikten mit den Nachbarn und müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden.  

Auch die Grünflächen in der Salierstraße sind keine Augenweide mehr. Aufgrund der Vielzahl an kleinen und unregelmäßigen Pflanzflächen ist der Pflegeaufwand hier sehr hoch – ohne dass dies zu einem befriedigenden Bild führen würde.  

Aus diesem Grund hat die Stadt Riedstadt verschiedene Hochschulen in Deutschland zu einem Studierendenwettbewerb eingeladen. Von diesem Wettbewerb erhofft sich die Stadt Anregungen, wie eine zeitgemäße Neugestaltung des Kaiser-Konrad-Platzes und der angrenzenden Salierstraße aussehen könnte. Bei dem Wettbewerb sollen gestalterische, soziale und ökologische Gesichtspunkte gleichberechtigt berücksichtigt werden.  

Die Hochschule Darmstadt hat sich für die Teilnahme am Wettbewerb beworben. Mehrere interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppen aus den Fachbereichen „Architektur“ und „Raum- und Umweltplanung“ werden nun im Wintersemester am konkreten Beispiel Kaiser-Konrad-Platz/Salierstraße versuchen, eine komplexe Planungsaufgabe unter Berücksichtigung unterschiedlichster Blickwinkel zu lösen. Die Stadt Riedstadt erhofft sich daraus Ideen für eine gestalterische Aufwertung und Wiederbelebung des Quartierplatzes, für eine Neuordnung der Grünflächen und Stellplätze sowie für Klimaschutzmaßnahmen, wie Rückhaltung von Niederschlagswasser und Beschattung    

Die Stadt Riedstadt setzt damit die seit Jahrzehnten laufende fruchtbare Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten fort und stellt der Wissenschaft und dem wissenschaftlichen Nachwuchs Themen und Flächen für Untersuchungen zur Verfügung. Im Gegenzug erhält sie dafür fundierte Daten, die dann als Grundlage für neue städtische Planungen und Projekte genutzt werden können.  

Matthias Harnisch als zuständiger Rathausmitarbeiter für Grünflächen und Stromtalwiesen ist gespannt auf die ersten Vorschläge. Er ist zur Thematik gerne ansprechbar (Telefon 06158 181-322 oder E-Mail m.harnisch(at)riedstadt.de)