Jahresauftakttreffen der Flüchtlingshelfer

Gesucht werden aktuell Paten für Deutsch-Kurse, Gebrauchtmöbel, Fahrräder oder Kindersitze

Bei ihrem Jahresauftakttreffen haben sich Mitglieder des Freundeskreises Flüchtlinge Riedstadt mit den hauptamtlichen Betreuern der Stadtverwaltung und des Diakonischen Werkes über aktuelle Entwicklungen und offene Fragen ausgetauscht. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den einzelnen Riedstädter Stadtteilen berichteten über ihre Aktivitäten und Erfahrungen. Cornelia Bertram vom Diakonischen Werk und Andrea Kliegl von der Stadtverwaltung informierten über organisatorische Änderungen bei der kommunalen Flüchtlingsarbeit.  

So wurde im Riedstädter Rathaus mit Beginn des Jahres ein Sozial- und Integrationsbüro geschaffen, das von der seitherigen städtischen Flüchtlingskoordinatorin, Andrea Kliegl, geleitet wird. Im Sozial- und Integrationsbüro sind soziale Hilfen aller Art für alle Riedstädter Bürgerinnen und Bürger gebündelt. Die Sozialarbeit für Geflüchtete ist mittlerweile Aufgabe der Sozialpädagogin Elke Muhly, die seit Februar 2018 bei der Stadt angestellt ist und eng mit den beiden Betreuern des Diakonischen Werkes zusammenarbeitet.  

„Die Geflüchteten kommen in allen Stadtteilen gut zurecht“, heißt es in dem Protokoll des Jahresauftakttreffens. Viele hier lebende Flüchtlinge haben mittlerweile eine Arbeit, eine Lehrstelle oder besuchen eine Universität und sind somit gut integriert. Die „Samstagslerner“ – eine Gruppe zur Intensivierung der offiziellen Sprachkurse – werden sehr gut besucht. Ein schönes Angebot gibt es außerdem in der Leeheimer evangelischen Kirchengemeinde, wo einmal im Monat zur Begegnung mit Singen und Basteln eingeladen wird.  

Der Helferkreis braucht weiterhin Verstärkung bei den „Deutschlern-Paten“. Wer hier freie Zeit investieren und damit hier lebenden Menschen eine ganz wesentliche Integrationshilfe geben möchte, kann sich an die jeweiligen Stadtteil-Koordinatoren wenden. Außerdem steht dem Helferkreis wieder ein Möbellager zur Verfügung, so dass auch wieder Möbelspenden angenommen werden können. In einer kleinen Garage in Leeheim finden Reparaturen an Fahrrädern statt, die anschließend für 40 Euro an Geflüchtete verkauft werden. Das Geld wird für Ersatzteile und Reparaturen an weiteren gespendeten Fahrrädern verwendet. Neben gebrachten Fahrrädern sucht der Helferkreis aktuell auch Autositze für Kinder im Alter zwischen neun Monaten und fünf Jahren, um bei Ausflügen oder Behördenfahrten entsprechend ausgestattet zu sein.  

Wer etwas spenden möchte kann sich gerne an Elke Muhly vom Sozial- und Integrationsbüro der Stadt (Telefon 06158 181-418, E-Mail: e.muhly(at)riedstadt.de) wenden, die den entsprechenden Kontakt zu den Ehrenamtlichen herstellen wird.