„Hydraulischer Abgleich“ optimiert Heizung

Tipps des Riedstädter Umweltamtes zur Energieeinsparung – Einzelberatung nach Terminvereinbarung

Der hydraulische Abgleich bewirkt neben der Einsparung von Heizenergie die Vermeidung von Strömungsgeräuchen am Thermostatventil
Der hydraulische Abgleich bewirkt neben der Einsparung von Heizenergie die Vermeidung von Strömungsgeräuchen am Thermostatventil
Grafik zum Hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage
Grafik zum Hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage

Werden einzelne Heizkörper in Ihrem Haus nicht richtig warm? Hören Sie nachts das Pfeifen von Thermostatventilen im Haus? Dann ist Ihre Heizungsanlage möglicherweise nicht „hydraulisch abgeglichen“. Unter dem Wortungetüm „hydraulischen Abgleich von Warmwasserheizungen“ versteht man die Einstellung der jeweils ausreichenden Heizungswassermengen für jeden Heizkörper im Haus. Darauf macht jetzt die Fachgruppe Umwelt der Riedstädter Stadtverwaltung aufmerksam.  

Die richtige Wassermenge stellt sich nämlich nicht von alleine ein. Hierfür sorgen Rohrbögen, -anschlüsse, unterschiedliche Rohrlängen zwischen den Heizkörpern, Armaturen, die alle einen Widerstand gegen das strömende Wasser ausüben. So kommt es häufig vor, dass die in der Nähe der Umwälzpumpe liegenden ersten Heizkörper von zu viel und die weiter entfernt angebrachten Heizkörper von zu wenig Heizwasser durchströmt werden. Damit alle Heizkörper warm werden, wird dann die Temperatur am Kessel hochgedreht und die Umwälzpumpe auf höchster Stufe betrieben. Die Folge sind erhöhte Wärmeverluste über Heizungsrohre und Kessel, ein schlechterer Nutzungsgrad des Kessels durch die unnötig hohen Vor- und Rücklauftemperaturen, eine höhere Stromrechnung durch die hohe Pumpenleistung und außerdem unangenehme Pfeifgeräusche durch den erhöhten Pumpendruck.  

Für einen hydraulischen Abgleich müssen entweder die Thermostatventile einstellbar sein oder Rücklaufverschraubungen der einzelnen Heizkörper vorhanden sein. Diese Elemente lassen sich auch nachrüsten. Bei größeren Gebäuden dienen diesem Zweck Strangventile.  

Jeder Heizungshandwerker ist nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen verpflichtet, Heizungsrohrnetze hydraulisch abzugleichen. Dies gilt für den erstmaligen Einbau und die Heizungserneuerung im Bestand. Bei geförderten Neu- und Altbauten wird der Abgleich als Förderbedingung verlangt.  

Die Stadt Riedstadt bietet zusammen mit der Verbraucherzentrale Hessen eine individuelle, kompetente und anbieterunabhängige Beratung an. Themen können Möglichkeiten der Energieeinsparung wie z. B. Heiztechnik, Wärmeschutz in Alt- und Neubauten, Warmwasserbereitung, der Einsatz regenerativer Energien und Fördermöglichkeiten sein.  

Anmeldungen zur Einzelberatung nimmt die Fachgruppe Umwelt (Hans-Jürgen Unger, Tel. 06158 181-320 oder per E-Mail energieberatung(at)riedstadt.de) gerne entgegen.