Honig und Fußball

Seit 25 Jahren besteht die Verschwisterung mit Sortino auf Sizilien

Tanzgruppe beim Honigfest in Sortino
Tanzgruppe beim Honigfest in Sortino

Wie so oft bei Verschwisterungen hat auch Riedstadts Partnerschaft mit Sortino auf Sizilien persönliche Wurzeln: Salvatore Buccheri regte vor über 25 Jahren eine Jumelage mit seiner italienischen Heimatstadt an. Das wurde gerne aufgenommen und 1994 feierlich die Verschwisterungsurkunden unterzeichnet, erzählt Adam Lessenich, seit 20 Jahren Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sortino im Arbeitskreis Verschwisterung bei der Stadt Riedstadt. Erster Vorsitzender war zunächst Buccheri selbst. „Fünf Jahre später hat er gefragt, ob ich das übernehmen kann“, erklärt Lessenich.  

Der erste Besuch war noch nur mit Erwachsenen, doch schnell kamen die Fußballturniere der internationalen Jugendmannschaften hinzu, die Lessenich von Anfang an betreute und an die er sich mit viel Freude erinnert. „Dass die jüngeren Spieler nicht Papa zu mir gesagt haben, war alles“, berichtet er schmunzelnd. Schaut man sich Bilder aus 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Sortino in der Ausstellung über die Geschichte der Riedstädter Verschwisterungen im Treppenhaus des Rathauses an, fallen die vielen fröhlichen Menschen bei den zahlreichen Begegnungen in Riedstadt und Sortino auf. „Zur Not haben wir uns mit Händen und Füßen verständigt, das war nie ein Problem“, sagt Lessenich lachend. Da wurden in Sortino das Fest zu Ehren der Santa Sofia oder die Imker besucht – schließlich ist der Ort bekannt für seinen Honig. Oder im hessischen Ried bei deutsch-italienischen Wanderungen die Natur erkundet. Und natürlich gab es die fröhlich-leidenschaftlichen Fußballturniere der Jugend, die zum Kummer Lessenichs vor zehn Jahren aufgegeben wurden.  

Zwar sind in den 25 Jahren deutsch-italienische Freundschaften entstanden, die weiter Bestand haben und gepflegt werden, doch von offizieller Seite ist in Sortino unter den letzten Bürgermeistern die Partnerschaft ein wenig eingeschlafen, berichtet Lessenich. Nun hofft er, dass mit einem neuen Bürgermeister in Sortino der Austausch wieder belebt und in beiden Städten auch die Jugend neu für die Verschwisterung begeistert werden kann.  

Ein Anfang ist gemacht: Im letzten Jahr besuchte Riedstadts Bürgermeister Marcus Kretschmann Sortino, nun wird zum Festwochenende von Riedstadts Verschwisterungsjubiläen vom 24. bis 26. Mai auch eine Delegation aus Sortino erwartet, dem unter anderem neben dem Bürgermeister auch Puppenspieler für das Bühnenprogramm am Samstagnachmittag auf dem Rathausvorplatz sowie ein Olivenölhersteller und ein Bonbonproduzent angehören werden. Letzterer wird live im Dorf der Freundschaft auf dem Goddelauer Kerweplatz aus Honigsträngen süße Leckereien herstellen. Zu der Delegation gehört auch ein Pfarrer, der den internationalen ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, 26. Mai um 10:00 Uhr auf dem Rathausplatz mitgestalten wird.  

Das Foto wurde uns freundlicherweise vom Tourismusbüro Sortino (Ufficio Turistico Sortino) zur Verfügung gestellt