Grünabfälle im Bereich der Friedhöfe

„Fremdstoffbelastung“ bereitet Ärger und Kosten – Appell zur Mülltrennung an alle Friedhofsnutzer

Ein Blick in den „Grünabfall“ eines Friedhofs
Ein Blick in den „Grünabfall“ eines Friedhofs

Die mangelhafte Mülltrennung im Bereich der Friedhöfe macht der Stadt immer mehr Ärger und Probleme. Gegenwärtig wird der kompostierfähige Grünabfall in großen, tief ausgehobenen Abfallbehältern in einem Kanalring gesammelt, bei Bedarf vom städtischen Bauhof ausgebaggert und zur Kompostierungsanlage Brunnenhof in Biebesheim transportiert. Dort wird der Kompostmüll seither kostenlos angenommen, was letztendlich gut für die Kalkulation der Friedhofsgebühren ist.  

In den letzten Monaten häufen sich jedoch die Beschwerden über „Störstoffe“ im Abfall. Der Betreiber des Brunnenhofs weist mit Recht darauf hin, dass die Fremdstoffbelastung in den letzten Jahren zugenommen und ein „nicht mehr akzeptables Maß erreicht“ habe (siehe Foto). Zwischen den Grünabfällen finden sich Pflanzschalen, Kunststoffverpackungen, Blumentöpfe aus Ton oder Plastik und vor allem Kränze, deren Innenleben meist aus einer grünen Steckmasse besteht, die keinesfalls kompostierfähig ist.  

Die Friedhofsverwaltung der Stadt hat jetzt darauf reagiert und an allen Standorten zusätzlich Restmüllbehälter aufgestellt. Zusammen mit den gelben Müllcontainern für Plastikabfälle sollte damit die Voraussetzung geschaffen sein, damit jedermann den anfallenden Müll entsprechend getrennt und direkt vor Ort entsorgen kann. Die Stadt appelliert an alle Nutzer des Friedhofs dieses Angebot zu nutzen und den Abfall entsprechend zu sortieren. An den Containerstandorten ist außerdem ein Schild mit entsprechenden Hinweisen zur korrekten Mülltrennung angebracht.  

Sollte keine Besserung der Situation eintreten, wird der Grünabfall wohl zukünftig als Restmüll behandelt werden müssen. Die dadurch entstehenden Kosten müssen dann leider in zukünftig steigende Gebühren mit einfließen. Es wäre schade, wenn die Allgemeinheit für das Fehlverhalten Einzelner zur Kasse gebeten werden müssten.