Gold für Riedstadt

Büchnerstadt erhält höchste Auszeichnung im Labelverfahren „StadtGrün naturnah“

Robert Spreter, Geschäftsführer des Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt (l.) und Laudator Axel Welge vom Deutschen Städtetag (r.) umrahmen Matthias Harnisch.
Robert Spreter, Geschäftsführer des Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt (l.) und Laudator Axel Welge vom Deutschen Städtetag (r.) umrahmen Matthias Harnisch.
Gruppenfoto aller Ausgezeichneten
Gruppenfoto aller Ausgezeichneten

14 Kommunen aus ganz Deutschland wurden in Bonn mit dem Label „Stadtgrün naturnah“ ausgezeichnet. Die Büchnerstadt Riedstadt erreichte dabei mit Bad Saulgau in Baden-Württemberg und Haar in Bayern die höchste Kategorie: Matthias Harnisch vom Fachbereich Stadtentwicklung und Umweltplanung konnte im Rathaus Bonn-Beuel für Riedstadt das Label in Gold entgegennehmen. Die Vergabe des Labels fand im Rahmen des Fachkongresses „StadtGrün naturnah“ statt, bei dem sich rund 200 Teilnehmende aus Kommunen und Behörden über die Aktivitäten der ausgezeichneten Kommunen informierten und über Handlungsspielräume für mehr Vielfalt im kommunalen Grün austauschten.  

Das Label „StadtGrün naturnah“ wurde gemeinsam vom Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt, der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und fünf Pilotkommunen entwickelt. Die Auszeichnung ist Teil des Projektes „Stadtgrün – artenreich und vielfältig“, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird. Nach der Pilotphase in fünf Städten wurden nun in der ersten öffentlichen Ausschreibung 14 weitere Kommunen mit dem Label in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet, das für den Zeitraum 2019 bis 2022 gilt und nach drei Jahren durch eine Rezertifizierung erneuert werden kann. 

Insgesamt gibt es nur fünf Kommunen in ganz Deutschland, die das Label in Gold tragen. „Wir spielen damit in der gleichen Liga wie Frankfurt am Main, Hannover, Bad Saulgau und Haar“, freute sich Matthias Harnisch.  

Riedstadt sei eine von wenigen Städten in Deutschland, die über eine Biodiversitätsstrategie verfügen, heißt es in dem Kurzporträt zur Auszeichnung lobend. Die südhessische Stadt habe bereits vor zehn Jahren begonnen, weite Bereiche des Straßenbegleitgrüns naturnah umzugestalten. Auch das Naturschutzgroßprojekt „Renaturierung von Stromtalwiesen“, das heute ein internationales Vorbild bei der Renaturierung von Auwiesen sei, zeige, dass die Stadt ihren Worten auch Taten folgen lasse.

Die beiden Fotos wurden uns freundlicherweise vom Veranstalter der Auszeichnungsfeier zur Verfügung gestellt - sie stammen von Kommbio - Sascha Engst.