Flüchtlings-Monolog: „Dreck“

Ein-Personen-Stück von Robert Schneider mit Claudio Altese ist am Sonntag, 5. November zu sehen

Kaisar Al Hussin (li.) und Claudia Altese in „Dreck“
Kaisar Al Hussin (li.) und Claudia Altese in „Dreck“

Ein Mann betritt die Bühne, in der Hand einen verwelkten Strauß Rosen. Er fängt an zu reden, zu erzählen, zu schreien. Er heißt Sad. Er ist Ausländer. Araber. Iraker. An den Abenden verkauft er Rosen, um sein Studium zu finanzieren. Das beeindruckende Theaterstück „Dreck“ nach einem Text von Robert Schneider („Schlafes Bruder“), ist am Sonntag, 5. November um 16:00 Uhr in der BüchnerBühne in Riedstadt-Leeheim, Kirchstraße 16 zu erleben. Das Theatercafé als Zuschauertreffpunkt öffnet bereits um 15:00 Uhr. Karten sind im Vorverkauf oder an der Tageskasse erhältlich.  

In einem großen Monolog erzählt Sad (Claudio Altese) von sich und seiner Heimat, von seinen Erinnerungen, seinen Träumen, seinen Hoffnungen. Sad ist ein Rosenverkäufer ohne Aufenthaltsgenehmigung. So sehr ist der Hass der Inländer in ihm Fleisch geworden, dass er ihn gegen sich selber kehrt. „Ich bin Ausländer - ich bin Dreck!“. Seine Rede steigert sich, wird leidenschaftlich und verzweifelt. Er redet, schreit - schreit um sein Leben.  

Das Theaterstück hat bereits an vielen Orten für starke Publikumsreaktionen gesorgt. „Es gibt kein besseres aktuelles Stück gegen Fremdenfeindlichkeit. Schneiders Konzentration aufs Allerwesentlichste ermöglicht es, das Stück überall aufzuführen, ob in einer Kneipe oder in einem Jugendheim...“, schrieb zum Beispiel die Leipziger Volkszeitung.  

Eintrittskarten sind im Vorverkauf über den Online-Ticketshop der Homepage (www.buechnerbuehne.de), bei Reservix oder direkt im Theater (dienstags und freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr) erhältlich. Zusätzlich sind die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsames in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F örtliche Vorverkaufsstellen des Veranstalters.  

Das Foto wurde uns freundlicherweise von Robert Heiler zur Verfügung gestellt.