Federleichte Wortspielereien

Vortragsabend der BüchnerBühne als Hommage an Heinz Erhardt

Alexander Valerius rezitiert Heinz Erhardt „Die Sängerin“
Alexander Valerius rezitiert Heinz Erhardt „Die Sängerin“

Wenig dichte Dichter, ein Ehedrame in „G“ oder Liebesschwüre auf Beine – der unvergessene Komiker Heinz Erhardt wurde berühmt für seine Wortspielereien und verdrehten Redewendungen, die so federleicht daherkommen und doch oftmals im Nachklang geradezu schwarzen Humor entwickeln. Eine zwischen gekonnter Albernheit und Hintersinn changierende Komik, der sich die BüchnerBühne Riedstadt mit gewohnter Spielfreude und Lust an absurder Theatralik annimmt.  

Unter dem Titel „Noch’n Gedicht“ präsentiert das Profitheater am Samstag, 15. Februar, um 19:30 Uhr seinen beliebten Vortragsabend mit Sketchen und Gedichten Heinz Erhardts. Für das Jahr 2020 erweitert um noch mehr Gedichte. Für das Programm im Theater in Riedstadt-Leeheim, gibt es Eintrittskarten im Vorverkauf oder – soweit dann noch vorhanden – an der Abendkasse. Das Theatercafé öffnet bereits ab 18:30 Uhr.  

Der bereits 1979 im Alter von 70 Jahren verstorbene Musiker, Komponist, Schauspieler und Dichter Heinz Erhardt war der Starkomiker der Wirtschaftswunderzeit. Der nette Dicke mit der Kassengestell-Brille, der insbesondere in seinen Filmen mit unschuldigem Augenaufschlag ziemlich viel Unsinn erzählte. Berühmt ist Heinz Erhardt auch für seine zahlreichen witzigen Gedichte, die aber auf subtile Weise auch um Themen wie Vergeblichkeit, Vergänglichkeit und Tod kreisen konnten. Seine Darbietungen schlossen Klavierspiel, Intonierung und Tanz mit ein – eine Steilvorlage für die Schauspieler der BüchnerBühne. In „Noch’n Gedicht“ ist Heinz Erhardt in gleich vierfacher Ausdeutung zu erleben mit den Ensemblemitgliedern Mélanie Linzer, Karsten Leschke und Alexander Valerius sowie BüchnerBühnenleiter Christian Suhr.  

Sein Selbstverständnis als Dichter fasste Erhardt selber so zusammen: „Ich habe mich hier um dieses Mikrofon versammelt und möchte nicht nur das Wort, sondern auch die Gelegenheit ergreifen, mich Ihnen vorzustellen: Als ich das Gaslicht der Welt erblickte, war ich noch verhältnismäßig jung. Angesichts meiner nassen Windeln wollte ich damals schon (D)dichter werden.“  

Erhältlich sind die Theaterkarten über den Ticketshop unter www.buechnerbühne.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen über Reservix. Die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsames in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F sind weiterhin örtliche Vorverkaufsstellen des Veranstalters.  

Ein direkter Kartenkauf ist außerdem dienstags und freitags zwischen 10:00 und 13:00 Uhr im Theater möglich. An Vorstellungstagen kann auch die Abendkasse zum Einkauf von Vorverkaufskarten genutzt werden – das Theatercafé ist generell eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Beim Kinoclub mittwochs öffnet das Café ab 19:00 Uhr. Karten an der Abendkasse kosten zwei Euro mehr als im Vorverkauf.

Das Foto wurde freundlicherweise von Robert Heiler zur Verfügung gestellt.