Fantasiereisen des Expressionisten Kirchner

Stadt Riedstadt und IG „Wege zur Kunst“ laden für 24. Februar zu einer Busfahrt zur Bundeskunsthalle Bonn

Ernst Ludwig Kirchner: Junkerboden bei Frauenkirch/Davos, mit Blick auf Rhätische Bahn, 1919 Öl auf Leinwand - Privatsammlung
Ernst Ludwig Kirchner: Junkerboden bei Frauenkirch/Davos, mit Blick auf Rhätische Bahn, 1919 Öl auf Leinwand - Privatsammlung
Ernst Ludwig Kirchner: Fehmarndüne mit Badenden unter Japanschirmen, 1913 - Öl auf Leinwand, © Kirchner Museum Davos
Ernst Ludwig Kirchner: Fehmarndüne mit Badenden unter Japanschirmen, 1913 - Öl auf Leinwand, © Kirchner Museum Davos
Ernst Ludwig Kirchner: Sertigtal im Herbst, 1925/1926 - Öl auf Leinwand, © Kirchner Museum Davos
Ernst Ludwig Kirchner: Sertigtal im Herbst, 1925/1926 - Öl auf Leinwand, © Kirchner Museum Davos

Im November vergangenen Jahres stand bei der Kunstexkursion zum Frieder-Burda-Museum bereits die Künstlergruppe „Die Brücke“ im Vordergrund (wir haben berichtet). Jetzt geht es beim neuen Ausflugsangebot um einen wichtigen Vertreter und Mitbegründer dieser Künstlergruppe – Ernst Ludwig Kirchner. In der Ausstellung „Erträumte Reisen“ in der Bundeskunsthalle Bonn werden rund 220 Werke des Malers zu sehen sein, von Gemälden, Grafiken, Skizzenbüchern, Skulpturen, Wirkereien, Fotografien bis zu ethnographischen Objekten. Die Busreise ist für Sonntag, 24. Februar 2019 vorgesehen.  

Anmeldungen werden ausschließlich von Inge Schmidt (Telefon 06158  85273, E-Mail: igwegezurkunst(at)online.de) angenommen. Im Reisepreis von 69 Euro sind die Busfahrt und eine gesonderte kunsthistorische Führung durch die Ausstellung enthalten. Der Preis wird am Veranstaltungstag direkt im Bus kassiert.  

Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) gilt heute als einer der wichtigsten deutschen Expressionisten. Durch sein Leben und Werk zieht sich wie ein roter Faden die Suche nach dem „Exotischen“ und Ursprünglichen, nach anderen Ländern und Kulturen. Obwohl er nie über die Grenzen Deutschlands und der Schweiz reiste, zeigt Kirchners künstlerische Arbeit eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen. Entstanden sind farbenprächtige Bilder aus der Fantasie, in denen er mit schnellem Strich fremde Welten erschuf und durch gesellschaftliche und künstlerische Einflüsse immer wieder malerisches Neuland betrat.  

„Erträumte Reisen“ zeichnet anhand ausgewählter Stationen wie Dresden, Berlin, Fehmarn und Davos Kirchners Lebensweg und Schaffen von 1909 bis zu seinem Tod in den Schweizer Bergen 1938 nach. Dank Leihgaben aus Europa und insbesondere den USA gelingt es, wiederkehrende Motive in all seinen Schaffensphasen zusammenzubringen und zu verdeutlichen wie zentral das Arbeiten aus der Fantasie über alle Perioden hinweg für ihn war.