Fachtag zur Kita-Eingewöhnung

Etwa 100 Beschäftigte aus den städtischen Kindertagesstätten kommen zu einer Fortbildung zusammen

Kita-Fachberaterin Heidi Rinker und Marcus Kretschmann am Rande des Fachtages
Kita-Fachberaterin Heidi Rinker und Marcus Kretschmann am Rande des Fachtages
Annette Weigert vom Institut ILKE führt in die Thematik ein:  Was brauchen Kinder zur Eingewöhnung?
Annette Weigert vom Institut ILKE führt in die Thematik ein: Was brauchen Kinder zur Eingewöhnung?

Einmal im Jahr kommen alle Erzieherinnen und Erzieher der städtischen Kindestagesstätten zu einem pädagogischen Fachtag zusammen, um die pädagogische Praxis zu reflektieren und neue gemeinsame Grundlagen zu erarbeiten. Beim Fachtag am 12. Februar im Bürgerhaus Wolfskehlen ging es diesmal um die Gestaltung der Eingewöhnung von Kindern in die Tagesstätten. Für die fachliche Begleitung war Annette Weigert vom Institut ILKE (Integrale-LernKultur-Entwicklung) zu Gast. Kita-Fachberaterin Heidi Rinker und Bürgermeister Marcus Kretschmann begrüßten die Teilnehmerinnen, die sich während des Tages in Kleingruppen („peergroup“) mit dem Thema befassten.  

Die Gestaltung einer behutsamen Übergangszeit von der Familie in die Kindertagesstätte gemeinsam mit Eltern und Kindern gehört zu den unverzichtbaren Qualitätskriterien. Mit der Aufnahme in eine Kindertageseinrichtung verlassen die Kinder ihr vertrautes Umfeld. Für viele Familien ist dies die erste längerfristige Trennungserfahrung. Die Eltern fragen sich, wie ihr Kind und auch sie selbst den Übergang bewältigen werden.  

Die Kinder stehen nun vor der Herausforderung, sich in einer unbekannten Umgebung mit zunächst fremden Personen zurechtzufinden und dem Rhythmus eines bestimmten Tagesablaufes anzupassen. Damit dieser Übergang erfolgreich bewältigt werden kann, braucht es Begleitung, Orientierung und einfühlsamen Schutz durch einem dem Kind vertrauten Erwachsenen.  

Mit Beginn des neuen Kita-Jahres nach den Sommerferien wird das beim Fachtag neu entwickelte Eingewöhnungsmodell in allen Kindertageseinrichtungen umgesetzt.  

Für Bürgermeister Marcus Kretschmann ist ein solcher Fachtag für die elf städtischen Kindertagesstätten unverzichtbar. „Einmal jährlich sollten einrichtungsübergreifend alle Beschäftigten zusammenkommen und miteinander in den fachlichen Austausch kommen können“ Gleichzeitig dankte Kretschmann den Eltern, die einen zusätzlichen Schließtag in Kauf nehmen und für eine anderweitige Regelung der Kinderbetreuung sorgen müssen. Der Fachtag sei zum Wohle der „uns anvertrauten Kinder eine sinnvolle pädagogische Errungenschaft.“