Es waren zwei Königskinder…

Büchners Komödie „Leonce und Lena“ am Samstag, 23. März auf der BüchnerBühne

Hannah Bröder als Lena in Büchners „Leonce und Lena“
Hannah Bröder als Lena in Büchners „Leonce und Lena“

Büchners Lustspiel „Leonce und Lena“ in der Inszenierung von Christian Suhr gehört schon seit einigen Jahren zum Repertoire des Riedstädter Theaters. Im Frühjahr wurde die einzige Komödie Büchners mit einer nahezu kompletten personellen Neubesetzung wieder in den Spielplan aufgenommen. Vincent Hoff und Hannah Bröder in den Hauptrollen als Leonce und Lena sind jetzt erneut am Samstag, 23. März um 19:30 Uhr im Theater in Riedstadt-Leeheim, Kirchstraße 16, zu erleben. Eintrittskarten sind im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich. Das Foyercafé öffnet für die Theatergäste bereits um 18:30 Uhr.  

Büchner schrieb „Leonce und Lena“ 1836 im Straßburger Exil für einen Wettbewerb der Cotta’schen Verlagsbuchhandlung, versäumte allerdings den Einsendeschluss und erhielt das Werk somit ungelesen zurück. Erst fast sechzig Jahre später wurde das Stück in München uraufgeführt und gehört seitdem zum festen Bestandteil des europäischen Theaters.  

Das Stück handelt vom melancholischen Prinzen Leonce aus dem winzigen Königreich Popo, der vor die vollendete Tatsache gestellt wird, Prinzessin Lena vom Königreich Pipi heiraten zu sollen. Nicht gewillt, diesen Bund des Lebens einzugehen, flüchtet er mit seinem arbeitsscheuen Diener Valerio. Sein geistig verwirrter Vater König Peter ruft derweil den Staatsrat ein, um die bevorstehende Heirat seines Sohnes bekannt zu geben. Auf ihrem Weg nach Italien begegnen Leonce und Valerio zwei Frauen. Es sind Lena und ihre Gouvernante - ebenfalls auf der Flucht vor der angeordneten Hochzeit. Man erkennt sich jedoch nicht. Leonce verliebt sich sofort in das Mädchen, doch sie erwidert seine Gefühle nicht. Daraufhin will er Selbstmord begehen, wird aber von Valerio aufgehalten, der sich über den tragischen Hang des Prinzen lustig macht.  

Erzählt wird die Geschichte einer hoffnungslosen Jugend, die sich nicht vorstellen kann, in die Fußstapfen ihrer degenerierten Elterngeneration zu treten, um am Ende - auf dem Höhepunkt persönlichen Liebesglücks - eben dort zu landen. Dabei übt Büchner „ganz nebenbei“ beißende Kritik an den provinziellen Zuständen seiner Zeit. Mit Ironie und Absurdität wird die Hohlheit des Adels vorgeführt, der das Volk für sich arbeiten lässt und selber nur eines kennt: gähnende Langeweile.  

Eintrittskarten gibt es im Online-Ticketshop auf der Internetseite www.buechnerbuehne.de oder bei allen Vorverkaufsstellen über Reservix. Zusätzlich sind die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsames in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F, örtliche Vorverkaufsstellen der BüchnerBühne.  

Ein direkter Kartenkauf ist außerdem dienstags und freitags zwischen 10:00 und 13:00 Uhr im Theater möglich. Karten an der Abendkasse kosten zwei Euro mehr.