Erinnerungen, Eis und Tanz

Initiative Atempause feiert mit Sommerfest 15jähriges Bestehen

Entspanntes Erinnern im lauschigen Hof hinter der  Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt
Entspanntes Erinnern im lauschigen Hof hinter der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt
Bürgermeister Marcus Kretschmann und Ehrenstadträtin Erika Zettel studieren die Ausstellung zum 15. Jubiläum der Atempause
Bürgermeister Marcus Kretschmann und Ehrenstadträtin Erika Zettel studieren die Ausstellung zum 15. Jubiläum der Atempause

Mit einem bunten Sommerfest im neu gestalteten Hinterhof der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt im Stadtteil Erfelden feierten etwa 60 Gäste das 15jährige Bestehen der Initiative Atempause. Bei Kaffee, Kuchen und Eis vom Eiswagen wurde gemeinsam Rückschau gehalten. Zahlreiche Bilderwände mit Fotografien gaben einen  Einblick in die Angebote der letzten Jahre und die Aktivitäten der verschiedenen Gruppen. Für Stimmung sorgte die Tanzgruppe Enjoy der Vitos-Wohnstätte aus Erfelden mit ihren Aufforderungen zum Mittanzen.  

Nachdem Stefanie Drozdzynski als Leiterin der Seniorenberatungsstelle, zu der die Initiative gehört, das Fest eröffnet hatte, überbrachten Bürgermeister und Stiftungsvorsitzender Marcus Kretschmann sowie der Vorsitzende des Stiftungsbeirats Burkhard Held Grußworte und Glückwünsche. Stadtrat Richard Kraft erinnerte in seiner Rede an die Anfänge der Atempause: Begonnen habe alles im Jahr 2003 mit der Gründung eines ersten ehrenamtlichen Helferkreises mit dem Ziel, pflegende Angehörige dementer Menschen zu entlasten. Diese Betreuung Zuhause durch geschulte Ehrenamtliche ist heute noch zentraler Bestandteil der Atempause. 2004 entstand schließlich auf Initiative der damaligen Leiterin Stefanie Steinfeld die erste Betreuungsgruppe. Diese Gruppe wurde über die Jahre ausgebaut und läuft noch heute unter dem Namen „Kaffeeklatsch am Montag – für Menschen mit Demenz“.  

Dank der Offenheit aller Beteiligten für neue Entwicklungen seien im Laufe der Zeit weitere Gruppen dazu gekommen, erklärte Kraft weiter. So eine spezielle Gruppe für Männer mit dem Namen „Dabei sein – trotzdem“, eine Aktivierungsgruppe für Frauen „Dranbleiben – Mitten im Leben“ und schließlich mit Blick auf Bewegungsförderung die insgesamt fünfte Gruppe „wer rastet, der rostet“ im Jahr 2017. Der Stadtrat betonte, dass all diese Gruppen ohne das hohe Engagement ehrenamtlich tätiger Menschen nie möglich gewesen seien. „Viele Ehrenamtliche haben uns von Anfang an begleitet, ohne sie gäbe es die Atempause nicht.“ Damit wurde deutlich, was die Atempause seit 15 Jahren ist: eine Initiative von Menschen für Menschen – mit und ohne Demenz.

Fragen zur Atempause und den weiteren Angeboten der Seniorenberatungsstelle unter dem Dach der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt in der Wilhelm-Leuschner-Straße 21 in Riedstadt-Erfelden beantworten die Mitarbeiterinnen gerne. Hierzu ist eine telefonische Kontaktaufnahme über die Rufnummer 06158  2579 oder per E-Mail über info(at)beratungsstelle-riedstadt.de möglich.  

Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Harald von Haza-Radlitz, Gernsheim zur Verfügung gestellt.