Energie sparen, Umwelt schonen

Rathausareal: Modernes Blockheizkraftwerk liefert Wärme und Strom

Jürgen Schmidt (li.) und Bürgermeister Marcus Kretschmann nehmen Blockheizkraftwerk im Keller des Rathauses in Betrieb
Jürgen Schmidt (li.) und Bürgermeister Marcus Kretschmann nehmen Blockheizkraftwerk im Keller des Rathauses in Betrieb

Das Rathaus in Riedstadt Goddelau wird künftig zu einem großen Teil mit direkt vor Ort erzeugtem umweltfreundlichem Strom aus einem modernen Blockheizkraftwerk beliefert. Möglich wird dies durch ein Projekt der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) in Kooperation mit der Wohnungseigentümergemeinschaft Rathaus (WEG), von der auch die Stadt Riedstadt profitiert. Die ÜWG hat in den letzten Wochen die vorhandene Heizzentrale im laufenden Betrieb ausgebaut und durch neue Anlagentechnik ersetzt. Die Heizzentrale versorgt insgesamt fünf Gebäude, die in der WEG am Rathaus zusammengeschlossen sind. Diese neue Anlage wird künftig die Wärmeversorgung übernehmen. Zusätzlich wird der erzeugte Strom des Blockheizkraftwerks für das Rathaus und einem Teil des Allgemeinstrombedarfs der WEG verwendet werden.  

Das Blockheizkraftwerk wird wie eine herkömmliche Gaskessel-Heizung an das bestehende Gasnetz angeschlossen. Beim BHKW erzeugt jedoch ein Motor dank Kraft-Wärme-Kopplung etwa ein Drittel Strom und zwei Drittel Wärme. Dies ist ökologisch deutlich sinnvoller als das eingesetzte Gas lediglich zur Wärmeerzeugung zu nutzen.  

In Goddelau wurde ein BHKW mit 20 Kilowatt elektrischer Leistung und 40 Kilowatt Wärmeleistung installiert. Zusätzlich wurden zwei Pufferspeicher mit je 1500 Liter eingerichtet, damit das BHKW auch im Sommer auf lange zusammenhängende Betriebszeiten kommt. Bei über 5.000 Betriebsstunden im Jahr kann die Anlage neben der Wärmeversorgung eine Strommenge von bis zu 100.000 Kilowattstunden erzeugen. Bürgermeister Marcus Kretschmann freut sich über die Inbetriebnahme des neuen umweltfreundlichen BHKWs, das die Ziele der Gemeinde in Sachen Nachhaltigkeit unterstützt. Unter anderem beteiligt sich Riedstadt an EMAS, einem freiwilligen Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen oder auch Gemeinden dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.  

„Die Bereitschaft der Wohnungseigentümergemeinschaft sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich begeistern zu lassen, rechnet sich auch finanziell für die Eigentümer und Bewohner der Liegenschaft, durch nun geringere Energiekosten“, erläutert Sven Immerheiser, Geschäftsführer der Hausverwaltung Immerheiser GmbH aus Mainz und attestiert der Gemeinschaft entsprechende Weitsicht. Zusätzlich zum BHKW wurden zwei Gaskessel mit einer Leistung von 160 Kilowatt und 200 Kilowatt installiert, diese kommen aber gestaffelt erst zum Einsatz, wenn die Wärmeleistung des neuen BHKW im Winter nicht ausreichen sollte.  

ÜWG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt: „Ich bin erleichtert, dass der Umbau im laufenden Betrieb ziemlich reibungslos abgelaufen ist. Dies ist ein schönes Beispiel, dass gerade im Bestand tolle Energieeinsparmaßnahmen möglich sind. Durch das BHKW können jährlich über 20 Tonnen CO2 eingespart werden. Durch die Umstellung der Heizkessel auf moderne Brennwertgeräte werden darüber hinaus etwa 10 Tonnen CO2 zusätzlich eingespart. Hierdurch sind wir deutlich umweltfreundlicher als unsere bisherige Planung ohne BHKW vorsah“.  

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