Ende der Straßensperrungen in Sicht

Großbaustellen Starkenburger Straße und Philippsanlage gehen gut voran

Die Baustelle auf der Starkenburger Straße geht zügig voran.
Die Baustelle auf der Starkenburger Straße geht zügig voran.

Gute Neuigkeiten haben Stadtwerkeleiterin Saskia Kirsch und Markus Henneke von der Fachgruppe Bauen: Die Baustelle an der Starkenburger Straße für ein dringend benötigtes neues Pumpwerk liegt hervorragend im Zeitplan, sodass Anfang Juli die Komplettsperrung südlich von Goethe- und Freiherr-vom-Stein-Straße aufgehoben und die Starkenburger Straße wieder für den Durchgangsverkehr freigegeben werden kann. Und auch die Großbaustelle Philippsanlage geht zügig voran, im Herbst sollen die grundhafte Sanierung und der Kanalbau für die bisher nicht funktionierende Niederschlagswasserentsorgung der ehemaligen Kreisstraße beendet sein.  

Den zeitlichen Zusammenfall beider Großbaustellen mit den damit verbundenen Einschränkungen für den Autoverkehr bedauert die Stadt, doch war er keineswegs so geplant, erklärt Henneke: „Die Baustelle Starkenburger Straße war schon eingerichtet, als wir überraschend den Förderbescheid des Landes für die Philippsanlage bekamen. Wir mussten innerhalb von drei Monaten beginnen, weil sonst die Fördergelder verfallen wären.“  

Seit September 2018 ist die Starkenburger Straße hinter den Einmündungen von Goethe- und Freiherr-vom-Stein-Straße Richtung Stockstadt gesperrt, um in Höhe des Nettomarktes ein neues Pumpwerk einzubauen. Es ist bereits in Betrieb und ersetzt das 40 Jahre alte Pumpwerk Goethestraße sowie zukünftig auch das auch schon 30 Jahre alte Pumpwerk Hessenring, das zurzeit aber noch wegen der Kanalsituation benötigt wird, berichtet Kirsch. „Das alte Pumpwerk Goethestraße hat überhaupt nur noch wegen der guten Pflege durch die Außendienstmitarbeiter funktioniert“, verdeutlicht die Stadtwerkeleiterin die Dringlichkeit des Neubaus. Notwendig wurde er auch, weil die Intensität von Starkregenereignissen zugenommen habe und sich die technischen Anforderungen geändert hätten, erläutert Kirsch. Da die Straße eh aufgerissen werden musste, wird auch die Oberfläche neu gestaltet und unter anderem die Gehwege verbreitert und die Parkmöglichkeiten verändert – wofür die Bürger ausdrücklich nicht über Straßenbeiträge zur Kasse gebeten werden, weil die Baumaßnahme von den Stadtwerken veranlasst wurde, betont die Leiterin.  

Momentan wird noch die Straßenoberfläche wieder hergestellt. Für den 17. bis 19. Juni sind die Asphaltarbeiten geplant, Anfang Juli soll der zweite Bauabschnitt komplett fertig sein, versprechen Kirsch und Henneke. Dann beginnt der dritte Bauabschnitt, bei dem in etwa einem Jahr der Kanal unter dem Radweg, der parallel zur Straße läuft, vom neuen Pumpwerk Richtung Ortsausgang erneuert wird. Dafür ist nur noch eine halbseitige Straßensperrung nötig, die durch Ampeln geregelt wird. Da ein Tunnelbohrverfahren genutzt werden kann, wird die Maßnahme um 1,5 Millionen Euro günstiger und wird mit etwa 2,97 Millionen Euro veranschlagt.  

Ebenfalls gut voran geht es bei der grundhaften Sanierung der Philippsanlage. 2002 hatte die Stadt die Kreisstraße übernommen, um den Lkw-Verkehr aus dem Philippshospital draußen zu halten. Erst später stellte sich heraus, in welch maroden Zustand die laut Henneke „uralte Bausubstanz“ war: Die Entwässerung funktionierte nicht, sodass ständig die Straße unter Wasser stand. Direkt neben der Forensik-Zufahrt wird nun eine neue Regenwasserversickerungsanlage mit Ölabscheider entstehen. Neu gebaut werden muss zudem die Kanalisation, die das Regenwasser zu der Versickerungsanlage leitet. Darüber hinaus wird nicht nur die Straße grundhaft saniert, sondern werden auch neue Straßenlaternen aufgestellt und die Leitungen dafür neu verlegt. Erschwert werden die Bauarbeiten durch die Lage im alten Neckarbett, den vielen querenden Leitungen, die in keinem Plan verzeichnet sind, die denkmalgeschützte Mauer entlang der Straße – und natürlich durch die Vorgabe, dass die Zufahrt zu den verschiedenen Einrichtungen von Vitos Riedstadt jederzeit gewährleistet werden muss.  

Dennoch sind auch hier die Bauarbeiten sehr gut im Zeitplan. Der Gehweg auf der östlichen Seite ist bereits fertig gestellt, nun folgt die gegenüberliegende Seite und am Schluss die Fahrbahn. Im Herbst soll die Philippsanlage dann wieder frei befahrbar sein.