Einblick in die Bewegungsgruppe

Atempause kommt jeden Mittwoch zum Sport zusammen

Bewegungsgruppe der Atempause
Bewegungsgruppe der Atempause

„Wer rastet, der rostet“ lautet das Motto der im Mai gestarteten Bewegungsgruppe der Atempause in Erfelden. Und so beginnt der Tag morgens gut gelaunt mit einer Fahrt durch die Stadtteile bis die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen 10:00 Uhr eintreffen. Herzlich empfangen werden sie von Melanie Stahlecker, Übungsleiterin und treibende Kraft der Bewegungsgruppe sowie Silvia Molitor, ehrenamtliche Mitarbeiterin und helfende Hand.  

Die Beratungsstelle für ältere Menschen in Riedstadt bei der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt hat für Riedstädter Bürgerinnen und Bürger in Kooperation mit dem Turnverein Erfelden (TV) ein Bewegungsangebot gestaltet, das Menschen mit und ohne Demenz ansprechen möchte, denn es geht um das Miteinander und den Zusammenhalt untereinander. „Wir sind eine bunt gemischte Gruppe und bereichern und ergänzen uns so gegenseitig", erklärt Melanie Stahlecker. „Jeder bringt seine eigene Geschichte mit ein.“ Der TV Erfelden stellt verschiedene Übungsgeräte, wie zum Beispiel Handtrainer oder Fitnessbänder und sorgt so für Abwechslung.  

Zu Beginn findet sich die Gruppe ein. Zeit zum Austausch ist ein wichtiges Ritual geworden. Zur passenden Musik beginnt ein Aufwärmtraining, der Kreislauf wird in „Schwung“ gebracht, die Gelenke mobilisiert. Körper und Geist werden so auf die kommenden Übungen vorbereitet. Anschließend werden verschiedene Kraft-, Ausdauer- und Koordinationsübungen ausgeführt. Mit eingebaut werden auch immer Übungen für das Gedächtnis. Zwischen den Einheiten findet eine Pause mit frischem Obst und Getränken statt. Das Training endet mit einer Dehnungs- und Entspannungsphase. Danach geht es wieder mit dem Fahrdienst nach Hause.  

Welche Art der Bewegung für Menschen mit Demenz die richtige ist, können ihre Biografien verraten. „Man sollte schauen, welche Sportart der Betroffene immer gern mochte“, rät Nicole Novak. Die Bewegung, die man früher gelernt hat, bleibt im Langzeitgedächtnis erhalten. Mittels spezieller Übungen sollen die Teilnehmer schrittweise ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten erhalten. „Wir stärken den Muskelapparat, um die Beweglichkeit zu erhalten und so die Sturzgefährdung zu reduzieren. Es geht dabei nicht um Perfektion bei der Bewegung oder um Leistung“, erklärt Melanie Stahlecker. „Wichtiger sei es, dass der Mensch Freude an der Bewegung hat. Gerade das Miteinander tut vielen gut: Sie haben Anteil an etwas und gehören dazu.“  

„Ich habe früher immer schon gerne Sport gemacht“ so eine Teilnehmerin der Gruppe. Viele Menschen lieben Sport und haben Freude an Bewegung. Warum sollte damit Schluss sein, wenn ein Arzt eine Form der Demenz oder einer andere Erkrankung festgestellt hat?  

Die Bewegungsgruppe der Atempause kommt mittwochs von 10:00 bis 12:00 Uhr im großen Saal der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt (Wilhelm-Leuschner-Straße 21) zusammen. Weitere Informationen geben Stefanie Drozdzynski und Nicole Novak unter 06158  2579.