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Die Gesichter zu den Nummern

Treffen der Mitglieder des Helfernetzwerkes für Riedstadt

Pfarrerin Helga Donat, die Koordinatorinnen Regine Lehmann und Stefanie Drozdzynski sowie Bürgermeister Marcus Kretschmann (von links) beim Treffen des Helfernetzwerkes für Riedstadt.

Bei den Mitgliedern des Helfernetzwerkes für Riedstadt ist die Freude groß beim Treffen von Angesicht zu Angesicht: „Ich kenne Nummern und ich kenne Namen – es ist so schön, jetzt auch die Gesichter dazu zu sehen“, sagt Koordinatorin Regine Lehmann. Damit spricht die evangelische Gemeindepädagogin allen Anwesenden aus dem Herzen. Denn die Kommunikation zur Unterstützung von durch die Corona-Pandemie betroffenen Menschen findet ausschließlich per Telefon und WhatsApp-Gruppen statt und so freuten sich alle Beteiligten über den gemütlichen Abend im evangelischen Gemeindehaus Leeheim zum geselligen Austausch.  

Die Ehrenamtlichen erzählen an dem Abend von vielen berührenden und gelegentlich auch skurrilen Erlebnissen. Da mussten dann auch schon mal im Supermarkt Dinge von der Einkaufsliste gegoogelt und schließlich Fotos hin und her geschickt werden, weil das Gewünschte einfach nicht zu finden war.  

Direkt nach Ausbruch der Pandemie hatten sich im März 2020 in beeindruckender Schnelligkeit und Effizienz viele hilfsbereite Menschen aus verschiedensten Gruppierungen zusammengetan, um unter Federführung der evangelischen Kirchengemeinden und mit Unterstützung der Büchnerstadt Riedstadt ein Helfernetzwerk aufzubauen. Die Koordination übernahm die evangelische Gemeindepädagogin Lehmann, deren Kinder- und Jugendarbeit von jetzt auf gleich zum Erliegen gekommen war. „Die evangelischen Kirchengemeinden von Riedstadt – fünf Gremien in fünf Stadtteilen - waren sich absolut einig, die Arbeitszeit von Regine Lehmann zur Verfügung zu stellen“, erinnert sich die Goddelauer Pfarrerin Helga Donat bei dem Treffen.  

Die ehrenamtlichen Helfenden haben seitdem für zahlreiche Menschen aus Risikogruppen und in Quarantäne Einkäufe und Botengänge erledigt.  Alleine bis Mitte Oktober 2020 hatten sie 348 Aufträge übernommen. Als dann Ende Januar 2021 die Möglichkeit für Seniorinnen und Senioren bestand, sich im Darmstadium impfen zu lassen, entwickelten auf Initiative von Bürgermeister Marcus Kretschmann das Helfernetzwerk und die Kommunale Beratungsstelle für ältere Menschen ein Konzept, um auch Menschen, die sonst keine andere Möglichkeit hatten, die Fahrt dorthin zu ermöglichen: Die Ehrenamtlichen des Helfernetzwerkes übernahmen Fahrten und die Leiterin der Beratungsstelle Stefanie Drozdzynski koordinierte die Einsätze.  

Seitdem wechseln sich Drozdzynski und Lehmann in der Koordination der Hilfesuchenden und der Ehrenamtlichen des Helfernetzwerkes ab. Eine von beiden hat stets das Telefon mit der Nummer 0160 7433826, das die Stadt für das Helfernetzwerk zur Verfügung gestellt hat. Darüber kann um Unterstützung gebeten werden und wird die Hilfe dann koordiniert.  

Denn das Helfernetzwerk für Riedstadt existiert weiter und soll auch weiter Bestand haben, auch über die Pandemie hinaus, da sind sich alle Beteiligten des Abends einig. Schließlich gibt es auch ohne Pandemie viele Menschen, die Unterstützung beim Einkaufen oder Behördengängen brauchen, oder die sich freuen, wenn ihnen jemand die Straße kehrt.

Bei dem Treffen spricht Bürgermeister Marcus Kretschmann den Mitgliedern des Helfernetzwerkes seinen Dank aus und erklärt: „Ich finde es toll, dass das Helfernetzwerk weiter existiert.“ Und Petra Fischer, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Soziales, ergänzt: „Wir als Stadt wollen unbürokratisch unterstützen, wo es notwendig ist.“