„Die Brücke“ in Baden-Baden

Kulturbüro und IG Wege zur Kunst bieten am 25. November Busfahrt zur Kunstausstellung

Ernst Ludwig Kirchner: Liegender blauer Akt mit Strohhut, 1909, Privatsammlung
Ernst Ludwig Kirchner: Liegender blauer Akt mit Strohhut, 1909, Privatsammlung

Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden präsentiert demnächst eine Auswahl berühmter Gemälde der Künstlervereinigung „Die Brücke“. Die Interessengemeinschaft „Wege zur Kunst“ Stockstadt und das Kulturbüro Riedstadt organisieren hierzu eine Kunstexkursion am Sonntag, 25. November 2018. Anmeldungen werden ausschließlich über Inge Schmidt (Telefon 06158 85273, E-Mail: igwegezurkunst@online.de) angenommen. Im Reisepreis von 59 Euro ist die Busfahrt und eine gesonderte kunsthistorische Führung durch die Ausstellung enthalten. Die Reisepreis wird am Veranstaltungstag direkt im Bus kassiert.  

Die farbenfrohen Werke des deutschen Expressionismus sind ein wichtiger Schwerpunkt der Sammlung Frieder Burda. Mit rund 120 Werken, darunter 50 hochkarätige Gemälde, vermittelt die Ausstellung einen Einblick in das Werk von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde.  

Mit der 1905 in Dresden gegründeten ‚Brücke’ begann in Deutschland der Aufbruch zur Moderne. Die Stilrichtung, die sich gegen die traditionelle Malerei und alles Akademische auflehnte, wurde schon bald Expressionismus genannt. Neben neuartigen künstlerischen Lösungen verkörperte der Expressionismus auch ein neues Lebensgefühl.  

In Form und Farbe dominierte der reine Ausdruck. Die sichtbare Natur ist in den Bildern der ‚Brücke’ zwar zu finden, doch wird sie zum Träger einer inneren Empfindung. Kräfte der Seele und des Geistes kommen zum Vorschein. Was entsteht ist nicht ein Abbild der Dinge, sondern Zeichen einer inneren Vorstellung. Die sichtbare Wirklichkeit wird umgeformt und auf das Wesentliche reduziert. Auch die Farbe durchläuft einen Abstrahierungsprozess. Sie wird wild und großflächig eingesetzt, löst sich von der naturgegebenen Färbung des Gegenstands und wird selbständig.

Die Leihgaben für die Ausstellung kommen aus dem Brücke-Museum Berlin und aus zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen des In- und Auslands. Konzentriert ist die Ausstellung auf die Jahre von der Gründung 1905 bis 1914, dem Jahr nach der Auflösung der Gruppe und der Beendigung der Phase des Klassischen Expressionismus durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs.