„Der Raub der Sabinerinnen“

Boulevardkomödien-Klassiker wird „en-suite“ nur in der Adventszeit gespielt

Theaterszene aus „Der Raub der Sabinerinnen“ mit (v.l.) Sandra Fleckenstein, Alexander Valerius und Karsten Leschke
Theaterszene aus „Der Raub der Sabinerinnen“ mit (v.l.) Sandra Fleckenstein, Alexander Valerius und Karsten Leschke

Bereits im dritten Jahr präsentiert die Büchnerbühne Riedstadt in der Adventszeit exklusiv turbulentes und amüsantes Boulevardtheater. Nach „Wie wär´s denn, Mrs. Markham“ im Jahr 2014 und „Pension Schöller“ im vergangenen Advent kommt in diesem Jahr ein Stück auf die Bühne, das von den Brüdern Franz und Paul Schönthan im Jahr 1883 verfasst wurde und auf die gleichnamige Sage aus der altrömischen Mythologie Bezug nimmt: „Der Raub der Sabinerinnen“. Auch diesmal gilt ein „en-suite-Spielplan“, das heißt, das Stück wird „hinter einander weg“ aufgeführt und erscheint exklusiv an drei Dezember-Wochenenden auf dem Spielplan. Premiere im Theater in Riedstadt-Leeheim, Kirchstraße 16, wird am Freitag, 2. Dezember 2016 um 19:30 Uhr gefeiert.  

Die Bühnenhandlung berichtet von dem Gymnasialprofessor Gollwitz (Karsten Leschke), der als Student ein Theaterstück geschrieben hat – eine Jugendsünde, wie er es nennt: Die Tragödie „Der Raub der Sabinerinnen“. Der Direktor eines durchziehenden Wandertheaters, Emanuel Striese (Christian Suhr), der mit zahlreichen Problemen im Ensemble zu kämpfen hat und auch wirtschaftlich nicht gut gestellt ist, erfährt davon und will es uraufführen.  

Er kann Gollwitz dazu überreden, der allerdings nur unter der Bedingung zustimmt, dass er, um sich eine mögliche Blamage zu ersparen, nicht genannt wird und auch seine Frau nichts davon erfährt. Aber natürlich kommt die Gattin vorzeitig aus einem Kuraufenthalt zurück, und es läuft alles völlig anders als geplant.  

Die Aufführung droht zu einem Desaster zu werden, und die ganze Familie ist bald völlig zerstritten, doch dank einer rettenden Idee von Frau Striese (Mélanie Linzer) wendet sich doch noch alles zum Besseren – wenn auch nicht so, wie sich der Professor das gedacht hätte.  

Mit dem Stück „Der Raub der Sabinerinnen“ beweist das Theaterensemble der Riedstädter Büchnerbühne einmal mehr ihre Professionalität und Vielseitigkeit im Repertoire – aber vor allem auch die hohe Kunst, sich selbst ordentlich auf den Arm zu nehmen. Folgerichtig ist Theaterleiter Christian Suhr als „Schmierentheaterdirektor“ Emanuel Striese zu erleben und „darf“ dabei den berühmten „Striese-Monolog“ rezitieren.  

Bekannt wurde der Schwank über Freuden und Nöte des Theaterlebens auch durch eine Verfilmung von Regisseur Kurt Hoffmann aus dem Jahr 1954 mit Gustav Knuth und Paul Hörbiger in den Hauptrollen.  

Nach der Premiere sind die weiteren Aufführungstermine am Samstag, 3. Dezember / Freitag, 9. Dezember / Samstag, 10. Dezember / Freitag, 16. Dezember und Samstag, 17. Dezember 2016, beginnend jeweils um 19:30 Uhr. Das gemütliche Foyercafé als Zuschauertreffpunkt hat eine Stunde vorher, also generell ab 18:30 Uhr, geöffnet.  

Für alle, die einen amüsanten Theaterabend in Gutscheinform unter den Weihnachtsbaum legen wollen, gibt’s dann noch letzte Vorstellungen am Freitag, 27. Januar und Samstag, 28. Januar 2017. Gutscheine hierfür sind – wie Tickets – im Vorverkauf erhältlich.  

Der Vorverkauf zu ermäßigten Preisen passiert entweder über den Online-Ticketshop der Homepage (www.buechnerbuehne.de) oder direkt im Theater (dienstags und freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr). Vorverkaufskarten gibt es außerdem in der Buchhandlung Bornhofen in Gernsheim (Magdalenenstraße 55), an der Infothek des Landratsamtes in Groß-Gerau, bei der Musikschule Tollkien in Riedstadt (Bahnhofsallee 6), im „Hoppla-Laden“ in Dornheim (Bahnhofstraße 9) sowie bei „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F. In Darmstadt sind Karten der Büchnerbühne auch bei „FRITZ tickets & more“ in der Grafenstraße (direkt neben der Einfahrt zum Parkhaus) erhältlich. Seit neuestem sind Karten auch bei der Riedstädter Buchhandlung Faktotum (Marie-Curie-Straße 4, Gewerbegebiet Wolfskehlen) zu bekommen. Eintrittskarten können mittlerweile auch wieder per E-Mail bestellt werden. Nach der Zahlung der Rechnung werden die Karten gegen Portoersatz zugesandt oder an der Abendkasse hinterlegt. Das Theater ist über Telefon 06158 188854 erreichbar.