„Der Raub der Sabinerinnen“

Boulevardkomödie über ein Schmierentheater in der Provinz kommt am 10. und 11. November noch einmal auf die BüchnerBühne

Theaterszene aus „Der Raub der Sabinerinnen“ mit (v.l.) Melanie Linzer und Alexander Valerius
Theaterszene aus „Der Raub der Sabinerinnen“ mit (v.l.) Melanie Linzer und Alexander Valerius

Der Komödienklassiker „Der Raub der Sabinerinnen“ ist von den Brüdern Franz und Paul Schönthan im Jahr 1883 verfasst und nimmt Bezug auf die gleichnamige Sage aus der altrömischen Mythologie. Die Inszenierung der BüchnerBühne Riedstadt kam in der Adventszeit im vergangenen Jahr beim Publikum bestens an und wird deshalb jetzt noch einmal wiederholt. Für die beiden Aufführungen am Freitag, 10. November und Samstag, 11. November jeweils im 19:30 Uhr im Theater in Riedstadt-Leeheim (Kirchstraße 16) gibt es Karten im Vorverkauf.  

Die Bühnenhandlung berichtet von dem Gymnasialprofessor Gollwitz (Karsten Leschke), der als Student ein Theaterstück geschrieben hat – eine Jugendsünde, wie er es nennt: Die Tragödie „Der Raub der Sabinerinnen“. Der Direktor eines durchziehenden Wandertheaters, Emanuel Striese (Christian Suhr), der mit zahlreichen Problemen im Ensemble zu kämpfen hat und auch wirtschaftlich nicht gut gestellt ist, erfährt davon und will es uraufführen.  

Er kann Gollwitz dazu überreden, der allerdings nur unter der Bedingung zustimmt, dass er, um sich eine mögliche Blamage zu ersparen, nicht genannt wird und auch seine Frau nichts davon erfährt. Aber natürlich kommt die Gattin vorzeitig aus einem Kuraufenthalt zurück, und es läuft alles völlig anders als geplant.  

Die Aufführung droht zu einem Desaster zu werden, und die ganze Familie ist bald völlig zerstritten, doch dank einer rettenden Idee von Frau Striese (Mélanie Linzer) wendet sich doch noch alles zum Guten – wenn auch nicht so, wie sich der Professor das gedacht hätte.  

Mit dem Stück „Der Raub der Sabinerinnen“ beweist das Theaterensemble der Riedstädter BüchnerBühne einmal mehr ihre Professionalität und Vielseitigkeit im Repertoire – aber vor allem auch die hohe Kunst, sich selbst ordentlich auf den Arm zu nehmen. Folgerichtig ist Theaterleiter Christian Suhr als „Schmierentheaterdirektor“ Emanuel Striese zu erleben und „darf“ dabei den berühmten „Striese-Monolog“ rezitieren.  

Bekannt wurde der Schwank über Freuden und Nöte des Theaterlebens auch durch eine Verfilmung aus dem Jahr 1954 mit Gustav Knuth und Paul Hörbiger in den Hauptrollen.  

Eintrittskarten sind im Vorverkauf über den Online-Ticketshop der Theater-Homepage (www.buechnerbuehne.de) und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen über Reservix erhältlich. Ein direkter Vorverkauf im Theater ist generell dienstags und freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr. Zusätzlich sind die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsames in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F örtliche Vorverkaufsstellen des Veranstalters.