„Damenwahl!“

Riedstädter Frauenbeauftragte lädt am Freitag, 16. November zum Besuch des Historischen Museums Frankfurt ein

Plakatmotiv Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht im HMF
Plakatmotiv Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht im HMF

Am Freitag, 16. November lädt die die Frauen – und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Riedstadt zu einem gemeinsamen Besuch der Sonderausstellung „Damenwahl“ im Historischen Museum Frankfurt ein. Treffpunkt ist um 15:50 Uhr am Eingang des Museums (Auf dem Römerberg, Saalhof 1, 60311 Frankfurt). Eine gemeinsame Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel und eine abschließende Einkehr in einer Frankfurter Kneipe sind auf Wunsch möglich. Anmeldungen nimmt die Frauenbeauftragte, Jennifer Muth, unter der Rufnummer 06158 181-119 oder per E-Mail (frauenbeauftragte@riedstadt.de) gerne entgegen. Für den Museumseintritt mit Führung wird eine Gebühr von 12 Euro fällig.  

Die Sonderausstellung „Damenwahl“ dauert noch bis 20. Januar 2019 und befasst sich mit dem 100jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts in Deutschland. Am 19. Januar 1919 konnten Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen: Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Wilhelminischen Kaiserreichs hatte der Beschluss des Rates der Volksbeauftragten am 12. November 1918 die volle Beteiligung von Frauen am politischen Leben durchgesetzt. Alle Frauen und Männer ab 20 Jahre konnten nun durch gleiche, geheime und direkte Wahl ihre Politiker/innen in die Weimarer Nationalversammlung wählen.  

Mit der Novemberrevolution wurde in Deutschland der Weg frei für die Demokratie und für die politische Gleichstellung von Frauen und Männern. 1918 und 1919 sind somit Jahre, deren Erinnerung und Würdigung lohnt – zum 100. Geburtstag parlamentarischer Demokratie und zum 100. Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland.  

Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit der großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung erstmals die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland beitrugen. Auf rund 1.000 Quadratmetern werden die historischen Ereignisse und die mit ihnen verbundenen Protagonistinnen von der Jahrhundertwende an über die Jubiläumsjahre 1918/1919 bis in die Weimarer Republik hinein präsentiert. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Präsentation und Darstellung dieser wichtigen Bewegung sowohl in organisatorischer wie auch in personeller Hinsicht. Auch die internationalen Netzwerke der Frauen der Ersten Deutschen Frauenbewegung, die sich in europa- und weltweiten Kongressteilnahmen und Treffen widerspiegeln, standen bisher nicht im Mittelpunkt von größeren Ausstellungen.  

Die Exkursion steht im Zusammenhang mit der aktuellen Ausstellung im Riedstädter Rathaus, wo derzeit und noch bis Mitte Januar 2019 unter dem Titel „Frauen im Aufbruch“ historische Plakate zum Kampf um das Frauenwahlrecht zu sehen sind (wir haben berichtet). 

Das Foto mit dem Plakatmotiv zur Ausstellung zeigt die Politikerin Marie Juchacz, die 1919 zum Versailler Friedenschluss spricht (© ullstein bild, Foto: Robert Sennecke).