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Buntes Fest der Vielfalt

Trotz tropischer Hitze war Willkommensfest „Wir sind Riedstadt“ auf dem Bensheimerhof sehr gut besucht

Rege besucht war die „Straße der Vereine“.
Bürgermeister Markus Kretschmann, stellv. Stadtbrandinspektor Kai Dickhaut, Stanley Pencarski, Sebastian Leinenweber, Heiko Kraft, Mathias Lachmann, Natascha Schwarz, Thomas Birschkus, Staatssekretär Stefan Sauer (von links) bei der Verleihung von Ehrenbriefen der Stadt.

Die Menschen in der Büchnerstadt wissen zu feiern: Trotz tropischer Temperaturen war das Fest „Wir sind Riedstadt“ am Sonntag, 19. Juni, auf dem idyllischen Bensheimerhof hervorragend besucht. Neubürger*innen und Alteingesessene begingen einen Tag lang ein fröhliches Fest der Begegnung und der Vielfalt. Viele kamen mit dem Rad und auch der kostenlose Shuttlebus für alle Riedstädter Stadtteile wurde rege genutzt.  

Der ökumenische Gottesdienst am Morgen mit der evangelischen Pfarrerin Julia Bokowski, Vikar Kai-Johann Saurbier, dem katholischen Pfarrer Anton Lucaci und Younis Yusef, Student am Institut für islamische Theologie und Sprachen der Ahmadiyya Deutschland, stimmte auf den Tag ein, indem auch hier die Begegnung und die Vielfalt in den Mittelpunkt gestellt wurden. Die vielen Gottesdienstbesuchenden bildeten gemeinsam aus verschiedensten Blumen einen großen bunten Strauß – Sinnbild für die bunte Vielfalt in Riedstadt.  

Diese Vielseitigkeit mit unterschiedlichsten Interessen, Anliegen und Bedürfnissen bei gleichzeitig gelebter Gemeinschaft und Geselligkeit war den ganzen Tag spürbar – und gemeinschaftlich wurde auch der extremen Hitze getrotzt. Der frühere Klosterhof mit seinen mächtigen Mauern bot hochwillkommenen Schatten und insbesondere die Kinder freuten sich, in der verhältnismäßigen Kühle eines Gewölbes mit Fahrzeugen des Vereins Auszeit herum zu düsen, oder sich dort wie die zweijährige Lara ein Glitzer-Einhorn auf den Arm malen zu lassen. Sehr begehrt war auch der Stand der Freiwilligen Feuerwehr Riedstadt mit Feuerlösch-Übungen – der Wasserstrahl wurde auch gerne zur Abkühlung genutzt.  

Reger Betrieb herrschte in der „Straße der Vereine“, in der es nicht nur viele Informationen verschiedenster Vereine, Organisationen und Institutionen gab, sondern auch einige Mitmachangebote. So konnten etwa im Pavillon der katholischen Pfarrgemeinde Schutzengel aus Kaffeekapseln gebastelt werden, beim TSV Wolfskehlen auf eine Fußball-Torwand geschossen werden oder beim SV Crumstadt eine Runde Tischtennis gespielt werden. Die Landfrauen boten nicht nur viele Informationen zu heimischen „Super Food“, es konnten auch Haferflocken selbst gequetscht und an einer Tafel ein Kühlschrank richtig bestückt werden.  

Der Verein „BüchnerFindetStatt“ bot an seiner Verfassungs-Statue Informationen zu Büchnerhaus und BüchnerBühne, das Projekt Stolpersteine wurde vom Förderverein für Jüdische Geschichte vorgestellt und die Vereine zu den vier Heimatmuseen in Riedstadt hatten benachbarte Stände. Alexander Reichard und Hans Kopp vom Philipp-Schäfer-II-Museum Erfelden zogen trotz Hitze in historischer Gewandung über das Festgelände.  

Viele konkrete Fragen wurden am Infostand der Beratungsstelle für ältere Menschen beantwortet. Ganz Ähnliches berichtete auch Schulleiter Martin Buhl am Stand der Martin-Niemöller-Schule. Hier wurde vor allem häufig nach der gymnasialen Oberstufe und einem möglichen Neubau gefragt. Sehr nachgefragt war auch die Fahrradcodierung der Polizei.  

Der frühere Stadtverordnetenvorsitzende Patrick Fiederer moderierte mit viel Humor das vielseitige Bühnenprogramm der Vereine mit Musikdarbietungen, Sportvorführungen und Theatersketchen. Auf der Bühne nahm Bürgermeister Marcus Kretschmann auch eine ganz besondere Ehrung vor: Als großen Dank der Stadt für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement bei der Flutkatastrophe im letzten Jahr wurden sechs Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Riedstadt mit den Ehrenbriefen der Stadt  ausgezeichnet, fünf weitere waren verhindert und erhalten die Auszeichnung später.  

Bei der Begrüßung hatte Bürgermeister Kretschmann im Dialog mit Moderator Fiederer erklärt, dass „Wir sind Riedstadt“ ein Fest für Neubürger*innen und Zugezogene sei, dass im geselligen Miteinander die ganze Vielfalt Riedstadts zeigen und auf keinen Fall eine einmalige Sache bleiben solle. Das bekräftigt der Bürgermeister auch nach dem Fest: „Es war trotz der brutalen Hitze ein wunderschönes Stadtfest, das wir jetzt jedes Jahr veranstalten wollen.“