Büchners Bestiarium

Roland Borgards spricht am Büchnerhaus über die Bedeutung der Tiere in Georg Büchners Werk

Affe und Laus, Hund und Pferd – sie alle haben ihre Auftritte in Georg Büchners Dramen. Dass diese Tiere weder beliebig noch zufällig erscheinen, erläutert Professor Dr. Roland Borgards am Donnerstag, 23. Januar, um 19:30 Uhr in der Kunstgalerie am Büchnerhaus.  

Unter dem Titel „Von Fledermäusen, Grasmücken und Nachtigallen. Büchners Bestiarium und die Tiere der Romantik“ gibt der designierte Leiter der Forschungsstelle Georg Büchner und Vorsitzender der Georg-Büchner-Gesellschaft zahlreiche Beispiele für die Bedeutung der Tiere in Büchners Werk. Denn wie heißt es in dem Vorwort des von Borgards herausgegebenen zweiten Band „Tiere“ der „Handlichen Bibliothek der Romantik“: „Sage mir, wie eine Gesellschaft mit den Tieren umgeht, und ich sage dir, wie diese Gesellschaft in ihrem Kern funktioniert. Und was eine bestimmte Kultur zu einem bestimmten Zeitpunkt ihrer Geschichte über Tiere denkt, das artikuliert sich eben oft auch in literarischen Texten.“  

Professor Borgards lehrt Neuere Deutsche Literatur an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er gibt unter anderem die Buchreihe „Cultural Animal Studies“ im Metzler Verlag heraus und hat gemeinsam mit Esther Köhring und Alexander Kling bei Reclam Texte zur Tiertheorie vorgelegt.   Der Eintritt beträgt neun Euro. Kartenreservierungen nimmt das Büchnerhaus gerne telefonisch (Telefon 06158 4621) oder per E-Mail (buechnerhaus@riedstadt.de) entgegen.