Atempausegruppe besucht „Lilien“-Spiel

Behindertenbeauftragter des SV Darmstadt organisiert Besuch von demenzkranken Männern

Die Männergruppe der Atempause mit den Betreuerinnen als Schlachtenbummler beim SV 98
Die Männergruppe der Atempause mit den Betreuerinnen als Schlachtenbummler beim SV 98

Ende April nahm die Männergruppe der Atempause eine spontane Einladung des SV Darmstadt 98 an und besuchte das Heimspiel der „Lilien“ gegen Union Berlin. Die Organisation durch den Behindertenbeauftragten des SV Darmstadt, Tomas Vollmar, war wie schon beim ersten Besuch vor drei Jahren wieder bestens auf die besonderen Bedürfnisse der Männer mit ihren verschiedenen Einschränkungen eingestellt. Sieben Männer und drei Begleitpersonen hatten an diesen Nachmittag damit ein sehr direktes Fußballerlebnis, das zusätzlich vom Sieg der Darmstädter gekrönt wurde.  

Gruppenleiterin Stefanie Drozdzynski ist immer wieder froh, wenn die Männer auch mit ihren Einschränkungen noch offen dafür sind, raus zu gehen und am Leben teilzunehmen. Das Betreuungsangebot, das durch Hartmut Petri und andere ehrenamtliche Helfer gestützt wird, will die Männer im Alter zwischen 54 und 90 Jahren nicht nur zusammenbringen, sondern auch ein wenig dem Alleinsein und dem Rückzug entgegenwirken.  

Es braucht ein wenig Mut, sich draußen zu bewegen, wenn man Einschränkungen durch körperliche oder seelische Erkrankungen hat. Doch für die Männer ist es wichtig, dran zu bleiben. Ganz im Sinne des Sportes: „Dabei sein ist alles“. Die Gruppe trifft sich regelmäßig jeden Dienstagvormittag von 10:00 bis 12:00 Uhr im Saal der Beratungsstelle unter dem Dach der Stiftung Soziale Gemeinschaft.  

Eine Teilnahme ist nach vorherigem Kennenlernen und „Schnuppertag“ gern möglich, alle Mitglieder freuen sich über neue Gäste. Für Ausflüge, die gern stattfinden, steht ein größeres Fahrzeug bereit. Für die Teilnahme an der Atempause entstehen Kosten, die bei Vorliegen eines Pflegegrades von der Pflegeversicherung übernommen werden. Bei weiteren - auch allgemeinen - Fragen stehen die beiden Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle (Stefanie Drozdzynski oder Nicole Novak) unter der Telefonnummer 06158 2579 oder über die E- Mail Adresse info(at)beratungsstelle-riedstadt.de zur Verfügung.