Anregende Zeitreise in die 50er Jahre

Rosemarie Ebbmeyer hatte mit ihrer Lesung in der Leeheimer Bücherei ein Heimspiel

Volles Haus in der Stadtbücherei Leeheim
Volles Haus in der Stadtbücherei Leeheim
Anja Stark begrüßt die Leeheimer Schriftstellerin Rosemarie Ebbmeyer, geborene Nold
Anja Stark (li.) begrüßt die Leeheimer Schriftstellerin Rosemarie Ebbmeyer, geborene Nold
Blick ins Publikum der Lesung
"Wollt Ihr noch?" - Zufriedene Gäste der Lesung verlangen nach mehr

Bei herrlichem Sommerwetter und in bester Laune trafen sich Anfang September viele Interessierte zu einer Lesung mit der Autorin Rosemarie Ebbmeyer in der Stadtbücherei Leeheim. Die in Freiburg im Breisgau lebende Schriftstellerin –im Jahr 1953 als Rosemarie Nold geboren - verbrachte ihre Kindheit in Leeheim und hat über diese prägende Zeit eine Sammlung an Kurzgeschichten und Anekdoten aus ihrer Familiengeschichte verfasst, die sie ihrem Publikum vorstellte.  

Die kleinen Räume der Leeheimer Bücherei waren bis auf den letzten Zentimeter ausgefüllt, als Ebbmeyer ihr Buch „Später wird´s schöner – Skizzen einer Kindheit im Ried“ vorstellte. Immer stärker gerieten die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Sog der Geschichten. Alle gemeinsam unternahmen so eine anregende Zeitreise in die 50er und 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als in Leeheim noch vielfach die Landwirtschaft im Vordergrund stand und die Kindheit zu einem großen Anteil im Kuhstall oder auf dem Feld verbracht wurden. „Wollt ihr noch“? – mit dieser Frage erforschte die Leeheimerin die Resonanz bei ihren Zuhörern und erntete stets heftige Zustimmung und Applaus.  

Ein gelungenes „Heimspiel“ war es für die sympathische Schriftstellerin auch, weil einige Leeheimer Schul- und Jahrgangskameraden anwesend waren und die geschilderten Erlebnisse mit ihr teilen konnten. Außerdem war der Veranstaltungsort mit Bedacht gewählt – schließlich war das alte Rathaus zu Ebbmeyers Kindertagen, der gemeindliche Schulsaal und von daher ein Ort der vielfältigen Erinnerung an Mitschülerinnen, Lehrer oder das damals wichtige Poesiealbum.  

Mit kurzen Geschichten über die Strickliesel, das Heubündeltragen, die „Duppeskasse“, später die erste Tanzstunde und Dr. Schiwago wurde das Leben auf dem Dorf aus der Sicht eines Mädchens lebendig - und den Zuschauern hat es offensichtlich gefallen. Lange blieb man nach der Lesung noch beieinander, um teilweise Wiedersehen zu feiern und sich über die alten Zeiten auszutauschen.    

Anja Stark, die Leiterin der Stadtbücherei dankte der Autorin für ihre Bereitschaft, ihr Buch mit einer Benefizlesung zugunsten der Bücherei vorzustellen. Sie versprach den Gästen, dass es auch in Zukunft noch manche interessante Veranstaltung dieser Art geben werde.  

Wer auf den Geschmack gekommen ist und das Buch jetzt vollständig lesen oder neu kennenlernen möchte, kann sich an den örtlichen Buchhandel (Preis 16,90 €) oder auch an die Stadtbücherei wenden. Mehr Informationen und Buchbesprechungen der regionalen Presse unter http://www.ebbmeyer.de/buch_re.html.

Die beiden Fotos wurden uns freundlicherweise von Bernd Ebbmeyer zur Verfügung gestellt.