Amüsante Folgen krankhafter Besitzgier

BüchnerBühne Riedstadt zeigt am 10. und 16. November wieder Molières „Der Geizige“

Teilweise mit Neubesetzung: Das Ensemble der BüchnerBühne spielt „Der Geizige“
Teilweise mit Neubesetzung: Das Ensemble der BüchnerBühne spielt „Der Geizige“

Der Komödienklassiker „Der Geizige“ von Molière steht im November zwei Mal auf dem Spielplan der Riedstädter BüchnerBühne in Leeheim, Kirchstraße 16. Aufführungen sind am Samstag, 10. November und am Freitag, 16. November jeweils um 19:30 Uhr. Seit der Wiederaufnahme des Theaterstücks im Juni sind einige Rollen neu besetzt. Das Theatercafé als Treffpunkt für Zuschauer öffnet bereits eine Stunde vor den Aufführungen. Theaterkarten sind wie üblich im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich.  

„Der Geizige“ erzählt mit beißendem Witz von den unerfreulichen, amüsanten Folgen der krankhaften Besitzgier und ihrer Überwindung durch zwei junge Liebespaare. Der Text aus dem 17. Jahrhundert glänzt in der Inszenierung der Büchnerbühne mit vielen Bezügen zur heutigen Zeit. Der Geiz scheint als Charaktereigenschaft heute ein besonderes Phänomen in der modernen westlichen Gesellschaft zu sein. Im katholischen Christentum hingegen gehörte die Avaritia, der Geiz, die Habsucht, noch zu den sieben Hauptlastern, die als die Wurzeln der Todsünden betrachtet wurden. Molière führt uns jenseits aller Religion vor, dass Geiz eben nicht „geil“ ist, sondern in seiner krankhaften Zuspitzung des menschlichen Besitztriebes zutiefst lebensfeindliche Züge trägt. Seine brillante Charakterisierung der Titelfigur hat es im 19. Jahrhundert sogar in Meyers Konversationslexikon zum Thema Geiz gebracht.

Familienoberhaupt Harpagon (Christian Suhr) liebt allein und ausschließlich sein Geld, das er im Garten vergraben hat. Sein einziges Bestreben ist das Bewahren und Mehren seines Vermögens. Seine Kinder Elise und Cléanthe hingegen sind auf Amors Spuren unterwegs und folgen ihren Sehnsüchten mehr im zwischenmenschlichen Bereich. Zum guten Ende schließlich findet – wie bei den Molière-Theaterklassikern üblich – „jedes Töpfchen sein Deckelchen“ und drei Ehen sind gestiftet. Selbst Harpagon umarmt seine wieder gefundene größte Liebe – die Geldkassette - und scheint endlich glücklich.  

Theaterkarten sind im Vorverkauf über den Online-Ticketshop der Homepage (www.buechnerbuehne.de), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen über Reservix oder direkt im Theaterbüro (dienstags und freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr) erhältlich. Zusätzlich sind in der Region die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsames in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F örtliche Vorverkaufsstellen.