Erreichbarkeit der Stadtverwaltung

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Ahorne und Linden auf Spitzenplatz

Aktuell 4.791 Bäume im städtischen Baumkataster erfasst

Ein grüner Gießring um einen neu gepflanzten Baum
Die seit Herbst 2020 eingesetzten Gießringe ermöglichen ein schnelles und effektives Wässern von neu gepflanzten Bäumen
Eine Grafik zeigt die sinkenden Grundwasserstände von 2000 bis 2020
Eine Grundwasserganglinie der Grundwassermessstelle im Norden von Goddelau zeigt eindrücklich, dass die Bäume auch mit sinkenden Grundwasserständen zu kämpfen haben. (Quelle: Landesgrundwasserdienst)

Die mit Abstand häufigsten Baumartengruppen in der Büchnerstadt Riedstadt sind Ahorne und Linden. Das ergibt eine Auswertung des städtischen Baumkatasters. Hier sind aktuell 4.791 Bäume erfasst. Dabei handelt es sich allein um die Bäume in den bebauten Ortsbereichen, auf den Friedhöfen und Sportplätzen. Die Bäume in der freien Landschaft werden nicht einzeln im Baumkataster erfasst.

Die mit Abstand häufigsten Baumartengruppen in Riedstadt sind Ahorne (insgesamt 1.275 Bäume) und Linden (insgesamt 798 Bäume), gefolgt von Eichen (409), Hainbuchen (303) und Eschen (263). Bei den Arten dominieren Spitzahorn (652 Bäume) und Winterlinde (565).

Durch den Klimawandel und die drei extrem trockenen und warmen Sommerhalbjahre in Folge haben die Wälder und der städtische Baumbestand in Riedstadt und anderswo erhebliche Schäden erlitten. Aus diesem Grund setzt die Stadt in den letzten Jahren verstärkt auf die Pflanzung vieler verschiedener Baumarten und sogenannter Klimabäume, die nach den bisherigen Erfahrungen geeignet erscheinen, mit den klimatischen Veränderungen besser zurecht zu kommen.

Die Stadt orientiert sich dabei an der Straßenbaumliste der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz e.V. (GALK), die auf jahrzehntelangen Erfahrungen mit Stadtbäumen in ganz Deutschland basiert, sowie den Versuchen, die in Projekten wie „Stadtgrün 2021 – Neue Bäume braucht das Land!“ mit der Verwendung alternativen Baumarten und – sorten im Stadtbereich durchgeführt werden. 

So sind in den letzten Jahren beispielsweise verstärkt Bäume wie die Traubenkirsche „Schloss Tiefurt“ (Bestand 2017: 29 Bäume, 2021: 55 Bäume), die Baum-Felsenbirne „Robin Hill“ (Bestand 2017: 80 Bäume, 2021: 129 Bäume) oder der Felsen-Ahorn (Bestand 2017: 11 Bäume, 2021: 27 Bäume) gepflanzt worden. Aber auch exotischere Arten wie Eisenholzbaum, Ginkgo, Hopfenbuche, Südlicher Zürgelbaum oder der Amberbaum sind in das Sortiment aufgenommen worden.

Durch die Pflanzung möglichst vieler verschiedener für den Innenstadtbereich geeigneter Baumarten und –sorten wird versucht zu verhindern, dass viele Bäume auf einmal beispielsweise einem (neuen) Schädling oder Krankheit erliegen. Solche neuen Baumschädlinge sind zum Beispiel der aus Ostasien eingeschleppte Pilz Hymenoscyphus fraxineus, der bei uns das sogenannte „Eschentriebsterben“ auslöst, das zu einem großflächigen Absterben von Eschen geführt hat, oder der aus Südeuropa eingewanderte Pilz Cytospora decipiens, der das Hainbuchensterben auslöst.

Auch das Jahr 2021 scheint wieder ein schwieriges Jahr für die Bäume zu werden. Nachdem das Winterhalbjahr einigermaßen feucht war und den Bäumen ein wenig Entspannung beschert hat, ist nun nach dem Abfließen des kurzen und mäßigen Hochwassers Anfang Februar bereits wieder eine Trockenphase eingetreten. In diesem Zusammenhang stellt die Bewässerung der neugepflanzten Bäume eine Herausforderung für die Stadt Riedstadt dar. In den letzten heißen und trockenen Sommern konnten die Bäume aufgrund personeller und finanzieller Engpässe bei der Stadt nicht in dem Maß gewässert werden, wie es angesichts der extremen Wetterverhältnisse erforderlich gewesen wäre.

Die Stadt versucht, die Bewässerung der Bäume zu optimieren - z.B. durch die Verwendung von Gießrändern, die ein schnelles und effektives Wässern der Wurzelballen ermöglichen - bittet aber auch die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe. Insbesondere in der Zeit von Anfang April bis Ende September können Bürger*innen mithelfen, indem sie den Bäumen vor ihren Häusern ab und an ein paar Gießkannen Wasser spendieren.

Wer sich einen Überblick über die Bäume im Baumkataster verschaffen möchte, kann dies im Geoportal der Stadt Riedstadt tun. Das Geoportal kann unter http://www.geoportal-riedstadt.de  aufgerufen werden. Die Daten zu den Bäumen sind dann abrufbar, wenn man auf der Themenleiste unter „Natur und Umwelt“ das Häkchen bei „Bäume“ setzt.

Weitere Informationen sind zudem auf der Homepage der Stadt hier abrufbar.