Museumstag mit Vortrag am Büchnerhaus

Freier Eintritt am 21. Mai – Vortrag über ein Märchenbuch eines Cousins von Georg Büchner

Buchcover "Deutsche Märchen" von F. Büchner
Buchcover "Deutsche Märchen" von F. Büchner

Anlässlich des Internationalen Museumstages ist das Büchnerhaus in Goddelau (Weidstraße 9) am Sonntag, 21. Mai in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Für Erläuterungen zur Dauerausstellung „Von Goddelau zur Weltbühne“ stehen qualifizierte Museumshelfer zur Verfügung.  

Am gleichen Tag um 18:00 Uhr stellt der neue Museumsleiter Peter Brunner in der Kunstgalerie ein Märchenbuch von Georg Büchners Cousin Friedrich Büchner, Lehrer in Zwingenberg, vor. Der Eintritt zur Vortragsveranstaltung ist frei.  

Von 1858 bis 1869 war Friedrich Büchner (1826 – 1902) „Mitprediger“ in Zwingenberg. Er ist der Sohn von Friedrich Georg Büchner, einem Bruder von Ernst Büchner und „großherzoglich hessischer Obersteuerbote“ in Gießen.  

Als Theologiestudent in Gießen war er im Juli 1846 Teilnehmer am „Auszug der Studenten nach Staufenberg“, einer Protestaktion, die zu den frühen Vorboten der Revolution von 1848 gezählt wird. Auch seine Cousins Ludwig und Alexander Büchner haben an dieser „Expedition“ teilgenommen, mit der die Studenten ihre Sonderrechte verteidigten.  

Offenbar hatte er auch die familiäre Neigung zum Schreiben: 1864 hat er das Schauspiel „Coligny“ über den Hugenottenführer Gaspard II. de Coligny veröffentlicht, zwischen 1860 und 1880 erschien sein Märchenroman „Deutsche Märchen“. Peter Brunner stellt das unbekannte Märchenbuch vor, das in einer Rahmenhandlung die abenteuerlichen Erlebnisse einer Gruppe deutscher Siedler im Wilden Westen Amerikas schildert. Darin eingestreut sind von Büchner verfasste Kunstmärchen, die sich die Gruppe in der amerikanischen Wildnis erzählt.